Strafzettel aus Italien - Infos zur Vollstreckung in Deutschland
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Strafzettel aus Italien: Das müssen Urlauber hier beachten

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Ein Bußgeldbescheid aus Italien sollte nicht ignoriert werden

Im Urlaub in Italien mit dem Auto unterwegs zu sein, bedeutet auch, sich an die dortigen Verkehrsregeln halten zu müssen. Fehler können jedoch jederzeit passieren, sei es durch Ortsunkenntnis oder Unaufmerksamkeit. Oftmals hat das dann auch einen Strafzettel in Italien zur Folge. Doch muss man einen Strafzettel aus Italien dann überhaupt bezahlen? Der nachfolgende Artikel befasst sich mit dieser Frage.

Wann kommt es in Italien zu einem Strafzettel?

Müssen Urlauber Strafzettel aus Italien immer bezahlen?

Als beliebtes Urlaubsland ist Italien von Deutschland aus auch gut mit dem Auto zu erreichen. Die unterschiedlichen Landschaften, das Meer und die Sehenswürdigkeiten rund um die bekannten Tourismuszentren bieten genug Gründe, um kurz vom Straßenverkehr abgelenkt zu sein. Dann ein Mal zu viel Gas gegeben oder eine Vorfahrt missachtet und ein Bußgeld wird fällig.

Aber auch die oftmals angespannten Parksituationen verführen Urlauber oft dazu ihre Fahrzeuge ausgerechnet dort abzustellen, wo es nicht gestattet ist. Ein Strafzettel ist in Italien dann nicht weit. Um ein Bußgeldbescheid aus dem Ausland zu verhindern, sollten sich Reisende also bereits vor Fahrtantritt darüber informieren, welche Regeln gültig sind und ob Besonderheiten am jeweiligen Urlaubsziel zu beachten sind.

Ob nun ein Knöllchen hinter dem Scheibenwischer oder ein Schreiben im Briefkasten nach dem Urlaub, umgangssprachlich wird beides oft als Strafzettel bezeichnet. In diesem Artikel wird dies der Einfachheit halber ebenso gehandhabt.

Genau wie in Deutschland kann es aus verschiedenen Gründen in Italien zu einem Bußgeldbescheid kommen. Neben dem zu schnellen Fahren oder dem falsch Parken, werden Alkohol am Steuer, das Überfahren einer roten Ampel oder die Missachtung des Handyverbots geahndet.

Vergehen Bußgeld im italienischen Bußgeldkatalog
Promillegrenze (0,5 Promille) überschritten ab 530 Euro
Geschwindigkeitsverstoß 20 km/h: ab 150 Euro, über 50 km/h: ab 530 Euro
Rote Ampel überfahren ab 170 Euro
Überholverstoß 85 Euro
Handy am Steuer ab 160 Euro
Sicherheitsgurt nicht angelegt ab 80 Euro
Parkverstoß ab 40 Euro
Warnwestenpflicht missachtet ab 38 Euro

Rechtliche Grundlage für die Ahndung von Verkehrsverstößen

Strafzettel aus Italien können in Deutschland vollstreckt werden.

Auch in Italien gilt es, eine Straßenverkehrsordnung zu beachten. Der sogenannte „Codice della Strada“ bildet die rechtliche Grundlage für Strafzettel, die in Italien erstellt werden. In ihm wird festgelegt, wann Verkehrsteilnehmer mit einem Bußgeld rechnen müssen.

Neben der eigentlichen Ahndung wird auch definiert, wie für ein Bußgeld in Italien die Vollstreckung erfolgen kann. So ist es möglich ein solches vor Ort durch die Beamten zu erhalten oder einen Bescheid per Post zugesandt zu bekommen. In der Regel kann es bei einigen Verstößen durchaus preiswerter sein, italienische Strafzettel sofort zu bezahlen.

Wichtig ist hier, dass bei einem Strafzettel aus Italien die Halterhaftung gilt. Das heißt, nicht dem Fahrer wird ein Bußgeldbescheid zugesandt, sondern dem Halter des Fahrzeugs. Das trifft auch zu, wenn Urlauber mit einem gemietet Wagen unterwegs sind. Ein Strafzettel in Italien kann beim Mietwagen bedeuten, dass der Verleiher die Kosten auf die Rechnung addiert oder den Bescheid an den jeweiligen Fahrer weitergibt.

Bußgeld aus Italien: Bezahlen oder nicht?

Wie bereits erwähnt, kann es sich lohnen das Bußgeld aus Italien sofort zu zahlen. Üblicherweise wird eine Mindestsumme veranschlagt. Diese kann sich jedoch nach 60 Tagen verdoppeln, wenn Betroffene solch ein Bußgeld aus Italien nicht bezahlen.

Es kann also ratsam sein, den Betrag direkt vor Ort zu begleichen und nicht darauf zu vertrauen, dass die Summe für eine Vollstreckung zu gering ist. Wird die Summe verdoppelt, kann dies dann durchaus dazu führen, dass für einen Strafzettel aus Italien die Vollstreckung in Deutschland möglich wird.

Ist die Vollstreckung von einem Bußgeld in Italien in Deutschland geregelt?

Wollen Betroffene einen Strafzettel aus Italien nicht bezahlen, sollten sie den Bescheid dennoch nicht ignorieren. Denn im Zuge eines EU-Rahmenbeschlusses besteht ein Vollstreckungsabkommen zwischen Italien und Deutschland.

Bußgelder ab 70 Euro sind somit auch in Deutschland vollstreckbar. Um bei einem Bußgeldbescheid (Bußgeld) aus Italien der Vollstreckung in Deutschland zuvorzukommen, sollte der Betrag entweder gleich bezahlt oder ein Einspruch gegen den Strafzettel aus Italien eingelegt werden. Im Zweifelsfall sollten Betroffene einen Anwalt konsultieren.


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