Strafzettel aus Frankreich: Was ist hier zu beachten?
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Strafzettel in Frankreich bekommen? Was dann zu tun ist

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Ein Bußgelbescheid aus Frankreich kann teuer werden

Die Verkehrsregeln in Frankreich zu beachten, sollte eigentlich für jeden selbstverständlich sein. Doch Ortsunkenntnis, Stress oder das Verhalten anderer kann mitunter schneller als manche denken, dazu führen, dass ein Verkehrsverstoß vorliegt. Wie Sie sich dann verhalten sollten, betrachtet der nachfolgende Artikel näher.

Wann kann es in Frankreich zu einem Strafzettel kommen?

Einen Strafzettel aus Frankreich sollten Betroffene nicht ignorieren.

Umgangssprachlich nutzen viele den Begriff Strafzettel, wenn sie einen Bußgeldbescheid erhalten. So ganz korrekt ist das nicht, denn ein Strafzettel wird in der Regel bei Verwarngeldern erstellt, der Bußgeldbescheid dann, wenn es sich um ein Bußgeld handelt. Es ist auch eher ein umgangsspachliche FOrmulierung.

Verkehrsteilnehmer, die in Frankreich einen Bußgeldbescheid erhalten, sprechen dann ebenso oft von einem Strafzettel aus Frankreich und setzen so beide Begriffe auch hier synonym. Ist in diesem Artikel der Strafzettel erwähnt, handelt es sich also im eigentlichen Sinn um einen Bußgeldbescheid.

Vor einer Fahrt nach und durch Frankreich sollten sich Autofahrer über die dort geltenden Verkehrsregeln informieren und im Vorfeld in Erfahrung bringen, wie sie sich in bestimmten Situationen verhalten müssen.

So gilt beispielsweise eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 km/h innerorts. Auch wird außerorts zwischen Schnellstraßen (90 km/h, vierspurig 110 km/h), Landstraßen (90 km/h) und Autobahnen (110 km/h) unterschieden. Bei Nässe sind diese Geschwindigkeiten zudem reduziert, was immer zu beachten ist. Geschwindigkeitsüberschreitungen werden ab 20 km/h zu viel mit Bußgeldern ab 135 Euro geahndet.

Ebenfalls hoch fallen die Sanktionen bei einer Alkoholfahrt aus. Liegt der Promillewert über 0,5, muss bereits mit einem Bußgeld ab 135 Euro gerechnet werden. Auch wichtig ist, dass in Frankreich die Halterhaftung gilt. Es wird also immer der Halter des Fahrzeugs belangt und nicht der eigentliche Fahrer, wenn dieser nicht zu ermitteln ist.

Aus einem Strafzettel aus Frankreich kann also eine böse Urlaubsüberraschung werden und die Urlaubskasse im Nachhinein deutlich belasten.

Strafzettel aus Frankreich: Ist nicht bezahlen eine Option?

Bei einem Alkoholvertoß kann der Bußgelbescheid aus Frankreich ein hohes Bußgeld nach sich ziehen.

Ist es doch passiert und Sie haben einen Strafzettel aus Frankreich erhalten, sollten Sie dies nicht einfach ignorieren. Denn für ein Bußgeld aus Frankreich ist die Vollstreckung in Deutschland durchaus möglich, wenn es 70 Euro oder höher ausfällt.

Dies hängt mit dem Europäischen Vollstreckungsabkommen zusammen. Ermitteln die französischen Behörden den Halter des Fahrzeugs, können sie einen Antrag beim Bundesamt für Justiz stellen. Dies gilt zum Beispiel auch dann, wenn das Bußgeld unter der Summe von 70 Euro liegt, die Gebühren die Gesamtsumme jedoch über diese Grenze heben.

Allerdings können nur die Bußgelder vollstreckt werden, andere sogenannte Nebenstrafen, wie zum Beispiel ein Fahrverbot, sind in Deutschland nicht übertragbar. Bei der Wiedereinreise nach Frankreich kann das jedoch zu Problemen führen. Auch Punkte in Flensburg sind nicht möglich.

Auch wenn Sie den Strafzettel aus Frankreich ignoriert haben und es zu keiner Vollstreckung gekommen ist, kann das Bußgeld bei der erneuten Einreise von Ihnen verlangt werden. Eine Verjährung setzt mitunter erst nach bis zu zwei Jahren nach dem Verstoß ein. Das heißt, ein Bußgeldbescheid kann auch erst nach mehreren Monaten oder Jahren in Deutschland zugestellt werden. Um jedoch gültig zu sein, muss der Bescheid in Deutsch verfasst sein.

Strafzettel aus Frankreich: Schnell bezahlen lohnt sich

Für ein Bußgeld aus Frankreich kann die Vollstreckung in Deutschland beantragt werden.

Zahlen Sie das Bußgeld innerhalb eines bestimmten Zeitraums, kann dieses sich verringern. Andersherum ist bei einer Verzögerung auch eine Erhöhung eines Bußgeldes möglich. Ist der Strafzettel aus Frankreich gerechtfertigt, sollten Sie also darüber nachdenken, diesen schnellstmöglich zu begleichen.

Einspruch gegen einen Strafzettel aus Frankreich

Erscheint ein Strafzettel aus Frankreich ungerechtfertigt, haben Sie die Möglichkeit, Einspruch gegen diesen einzulegen. Dies muss beim entsprechenden Polizeigericht der zuständigen Region in Frankreich geschehen.

Sind Sie sich bezüglich der Vorgehensweise nicht sicher, ist der Rat eines Anwalts, der sich mit dem Verkehrsrecht in Frankreich auskennt, empfehlenswert.


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