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Gültige Promillegrenze: In England und im Königreich

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Bußgelder: Promillegrenze in Großbritannien

Die Nationen des Vereinigte Königreichs sind in vielen Belangen unterschiedlich, so auch teilweise was die Verkehrsregeln betrifft. Daher sollten sich Urlauber besonders ausführlich mit den Vorschriften in Großbritannien befassen, denn schon bei der Promillegrenze sind beispielsweise England und Schottland unterschiedlicher Ansicht.

Verstoß Geldbuße
(in Euro)
Promillegrenze England (0,8 missachtet) Betrag nach oben offen
Promillegrenze Nordirland (0,8 missachtet) Betrag nach oben offen
Promillegrenze Wales (0,8 missachtet) Betrag nach oben offen
Promillegrenze Schottland (0,5 missachtet) Betrag nach oben offen

Wie viel Promille sind in England drin?

Die Promillegrenze in England liegt mit 0,8 über der von Deutschland.

Alkohol hinterm Steuer ist in der Regel in keinem Land gern gesehen. Dem ist auch in Großbritannien so. Wer hier betrunken beim Fahren erwischt wird, muss mit im Vergleich zu Deutschland sehr empfindlichen Sanktionen rechnen. Allerdings liegt das erlaubte Limit in England auch etwas höher als es deutsche Autofahrer gewohnt sind.

Großbritannien setzt sich aus mehreren Nationen zusammen und weißt daher nicht nur eine kulturelle Vielfallt, sondern auch eine kulinarische auf – Hochprozentiges inbegriffen. Touristen suchen oft nach dieser Vielfallt, und was bietet sich da besser an, als an einer Whisky-Probe oder einer Führung durch Brauereien teilzunehmen. Auch die Cocktails im britischen Club- und Nachtleben können sehr anziehend wirken.

Dennoch gilt, dass Fahrer sich grundsätzlich nur ohne Alkohol im Körper hinter ein Steuer setzen sollten. Im Urlaub kann es schon vorkommen, dass die Regeln nicht so streng ausgelegt werden wie zu Hause. Das kann jedoch schnell zu Fehlern bzw. unangenehmen Folgen führen. Wer die Promillegrenze in England missachtet, setzt nicht nur sein Leben aufs Spiel, sondern auch das anderer. Und einen Bußgeldbescheid aus dem Ausland, der nachträglich oder sogar schon vor Ort die Urlaubsfinanzen stark strapazieren kann, will nun wirklich niemand erhalten.

In England liegt die Promillegrenze bei 0,8, also wie erwähnt höher als in Deutschland. Muss es also unbedingt ein Cider oder ein Bier sein, dann sollten Urlauber auf den Alkoholgehalt achten. Und im Zweifelsfall, ist es immer ratsamer, den Autoschlüssel an nüchterne Mitreisende abzugeben.

Nicht verachten, sollten Reisende den Fakt, dass zum Alkohol auch noch der Linksverkehr kommt. Eine so ungewohnte Situation kann unter Alkoholeinfluss doppelt schwierig werden und das Unfallrisiko erhöhen.

Sanktionen bei Verstößen gegen die Promillegrenze in Großbritannien

Die Promillegrenze ist in Großbritannien nicht einheitlich.

Wie bereits beschrieben, liegen die Sanktionen in Großbritannien um einiges höher als Urlauber das aus Deutschland gewohnt sind. Wird in Großbritannien die Promillegrenze missachtet, ist es gut möglich, dass die Bußgelder nach oben hin offen sind. In der Regel wird nach Einzelfall entschieden, sodass auch Faktoren wie eine Behinderung oder eine Gefährdung bei der Bemessung des Bußgeldes eine Rolle spielen.

Wer sich nicht an die Promillegrenze in England oder den anderen Nationen des Königreiches hält, muss üblicherweise durchschnittlich mit Geldbußen von umgerechnet etwa 6.400 Euro rechnen. Das kann nach unten oder oben jedoch auch stark variieren. Übersteigen die gemessenen Promillewerte ein bestimmtes Limit, ist ein Fahrverbot wahrscheinlich. Darüber hinaus können zudem auch Freiheitsstrafen verhängt werden.

Wird ein Bußgeld in Deutschland verfolgt?

Derzeit sind deutsche Urlauber nicht vor einer Vollstreckung eines Bußgeldbescheids sicher. Solange England und Großbritannien noch Mitglied der EU sind, kann der Rahmenbeschluss zur Geldsanktionenvollstreckung (RBGeld) angewendet werden. Wie dies nach dem Austritt gehandhabt wird, steht aktuell noch nicht fest.

Da die Bußgelder meist deutlich über der Bagatellgrenze von 70 Euro liegen, kann Amtshilfe in Deutschland beantragt werden. Das heißt, einen Bescheid, der Aufgrund eines Verstoßes gegen die Alkoholgrenze in England bzw. dem Rest des Königreiches erteilt wurde, sollten Urlauber nicht leichtfertig ignorieren.

Wie sieht es im Rest von GB aus: Promillegrenze in Nordirland und Wales

In Nordirland und Wales gilt die gleiche Promillegrenze wie in England. Autofahrer dürfen also nicht mehr als 0,8 Promille aufweisen.

Wichtig wird dieser Fakt, wenn es um die Reisen von Nordirland in die Republik Irland geht, dann hier kann es ganz schnell passieren, dass Urlauber Probleme bekommen. Denn was in Nordirland noch legal ist, bedeutet in der Republik bereits einen Verstoß gegen die Verkehrsregeln. Denn hier ist eine 0,5-Promillegrenze einzuhalten.

Nehmen Urlauber also beispielsweise an einer Whisky-Verkostung in einer Destillerie im Norden teil, sollten sie sich danach genau überlegen, ob sie bei einer Fahrt über die Grenze selbst hinterm Steuer sitzen dürfen. Bei 0,8 Promille im Blut, werden in der Republik dann 400 Euro fällig und ein Fahrverbot von 6 Monaten ist wahrscheinlich. So kann der Urlaub dann schnell zu Ende sein, wenn niemand sonst das Fahrzeug führen kann oder darf.

Promillegrenze: Schottland macht die Ausnahme

Verstöße gegen die Alkoholgrenze: In England und Schottland wird dies gleichermaßen hoch sanktioniert.

Unter den Nationen des Vereinigten Königreiches bildet Schottland eine Ausnahme. Denn hier liegt die Promillegrenze seit 2014 bei 0,5. Das bedeutet auch, dass Urlauber an der Grenze zwischen England und Schottland bezüglich der Promillegrenze aufpassen müssen.

Fahren sie beispielsweise in England mit einem erlaubten Wert los, kann das in Schottland bereits zu Sanktionen führen. In Bezug auf die möglichen Sanktionen ist Großbritannien in der Regel jedoch wieder einheitlich. Bei Verstößen gegen die Promillegrenze sind in England, Nordirland, Schottland und Wales die Beträge, wie erwähnt, nach oben hin offen.

Das heißt, auch in Schottland, je nach gemessenem Wert, können die Bußgelder umgerechnet mehrere tausend Euro betragen und Verstöße Fahrverbot oder Freiheitsstrafen nach sich ziehen. Die Frage ist dann, ob der eine Whisky oder der Cider es wert sind, ein hohes Bußgeld zu riskieren und eventuell auch andere Verkehrsteilnehmer zu gefährden. Wie in England auch, kommt in Schottland der Faktor Linksverkehr ebenfalls erschwerend hinzu. So kann die Mischung aus Unerfahrenheit mit der Verkehrsführung und Alkohol im Blut durchaus sehr gefährlich sein. 

Betrunken auf dem Rad: Was gilt auf den britischen Inseln?

Gilt die Promillegrenze in England bzw. dem Rest von Großbritannien eigentlich auch für Radfahrer? Grundsätzlich gibt es keine gesetzlich festgelegte Alkoholgrenze. Das bedeutet jedoch nicht, dass Radfahrer sich betrunken auf den Drahtesel schwingen können.

Bußgelder aus Großbritannien: Eine Missachtete Promillegrenze kann in Deutschland Konsequenzen haben.

Wer nicht mehr in der Lage ist, ein Rad sicher zu führen und dadurch andere gefährdet, muss bei Kontrollen oder Auffälligkeiten mit Sanktionen ab umgerechnet 35 Euro rechnen. Wie hoch das Bußgeld letztendlich ausfällt, ist vom Einzelfall abhängig. Hier kann neben den Promillewerten auch von Bedeutung sein, ob ein Radler nur Schlangenlinien gefahren ist oder ob dadurch andere Verkehrsteilnehmer behindert bzw. gefährdet wurden.

Auch wenn es für Fahrradfahrer keine Promillegrenze in England, Nordirland, Schottland oder Wales gibt, sind also Sanktionen bei alkoholbedingten Auffälligkeiten nicht auszuschließen. Daher gilt hier, dass auch Radler am besten auf Alkohol verzichten sollten, wenn sie wirklich sicher unterwegs sein möchten.


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