Fahrradunfall - Wie kann das Risiko minimiert werden?
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Fahrradunfall: Bußgeldkatalog und richtiges Verhalten

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Ein Unfall mit dem Fahrrad ist keine Seltenheit

Wie Autofahrer auch müssen sich Radfahrer an die gängigen Verkehrsregeln halten. Tun sie das nicht, können Fahrradunfälle eine der vielen Konsequenzen sein. Doch auch das Verhalten anderen Verkehrsteilnehmer gefährdet Radler mitunter sehr. Falsches Verhalten oder das Ignorieren der Straßenverkehrsordnung (StVO) hat dann auch Sanktionen zur Folge. Die nachfolgende Tabelle führt auf, was drohen könnte:

Verstoß Geldbuße
(in Euro)
Punkte
Es kam zu einem Fahrradunfall wegen:
… nicht vorhandener oder fehlerhafter Beleuchtung 35 -
… des Ignorierens eines beschilderten Radwegs 35 -
… der Missachtung des Einfahrverbots 35 -
... eines einfachen Rotlichtverstoßes 120 1
... eines qualifizierten Rotlichverstoßes 180 1
... Nutzung vom Handy 100 1

Warum kommt es zu einem Fahrradunfall?

Ein Fahrradunfall kann schwerwiegende Folgen haben.

Die Polizei sowie das Statistische Bundesamt sammeln Fahrradunfälle in einer Statistik aus der sich oft auch Ursachen für diese Unfälle ableiten lassen. So gibt es beispielsweise sogenannte Alleinunfälle mit dem Fahrrad und Unfälle mit der Beteiligung anderer Verkehrsteilnehmer.

Radfahrer sind neben Fußgängern im Straßenverkehr besonders gefährdet, da sie an diesem in den meisten Fällen ohne jeglichen Schutz teilnehmen. Nur wenige tragen beim Radfahren einen Helm oder wissen, dass es für das Fahrrad einen Airbag gibt. Daher ist es nicht verwunderlich, dass der Großteil der Fahrradunfälle ohne Helm schwerwiegende Folgen hat.

Ein Unfall mit dem Fahrrad geschieht oft nicht nur aufgrund geringer Sichtbarkeit oder der Missachtung von Verkehrsregeln. Auch Alkohol und Drogen tragen dazu bei, dass Radfahrer verunglücken.

Alkoholeinfluss ist eine der häufigsten Ursachen für die sogenannten Alleinunfällen. Hier haben Radfahrer einen Unfall an dem nur sie beteiligt sind. Da Alkohol und Drogen die Fahrtüchtigkeit stark beeinflussen, übersehen Verkehrsteilnehmer oft Hindernisse oder können die Straßenverhältnisse nicht mehr richtig einschätzen. Auch ein tödlicher Fahrradunfall kann hier die Folge sein.

Doch auch andere Ursachen können zu Alleinunfällen führen. Eine nicht angepasste Fahrweise sowie technische Mängel am Rad (wie defekte Bremsen oder ein defektes Tretlager) zählen hier zu den am meisten vorkommenden Gründen für einen Fahrradunfall.

Des Weiteren können Unfälle mit mehreren Beteiligten mehrere Ursachen haben. So finden sich hier die  Missachtung der Vorfahrt, der Verkehrszeichen sowie der Lichtzeichenanlagen oder Fehler beim Abbiegen untern den häufigsten Gründen für einen Unfall mit einem Fahrradfahrer.

Alleinunfall oder Unfall mit Beteiligung: Richtig zu reagieren ist wichtig

Eine Vielzahl der Fahrradunfälle geschieht ohne Helm.

Wie bei allen Verkehrsunfällen ist auch bei einem Unfall mit einem Radfahrer wichtig, richtig zu handeln. So muss die Unfallstelle abgesichert werden, um weitere Unfälle oder die Gefährdung etwaiger Unfallopfer zu verhindern.

Hat Fahrradunfall Verletzte gefordert, sind die Rettungskräfte sowie die Polizei zu verständigen und erst danach Erste Hilfe zu leisten. Alle Unfallbeteiligten sollten bis zur abgeschlossenen Aufnahme des Unfalls und Austausch der Versicherungsdaten am Unfallort verbleiben.

Auch bei einem Fahrradunfall ist das unerlaubte Entfernen vom Unfallort strafbar. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um einen Alleinunfall mit dem Fahrrad handelt oder es mehrere Beteiligte gibt. Verlassen Unfallverursacher den Ort dennoch, kann dies mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr geahndet werden. Zudem ist die Unfallaufnahme auch wichtig, um bei einem Fahrraunfall Schmerzensgeld geltend machen zu können.

Wie sieht es bei einem Fahrradunfall mit der Versicherung aus? Wer übernimmt hier die Schadensregulierung, wenn der Unfall durch den Radfahrer verursacht wurde? Greift bei einem solchen Fahrradunfall eine Haftpflichtversicherung?

Für das Rad gibt es keine eigene Versicherung. Daher sollten Radfahrer immer eine private Haftpflichtversicherung besitzen. Diese übernimmt dann in der Regel die Schadensregulierung.

Fahrrad: Einen Unfall im Vorfeld vermeiden

Ein Radfher, der beim Unfall eine Helm trägt, erleidet oft geringere Verletzungen am Kopf.

Ein Fahrradunfall lässt sich bereits im Vorfeld oft verhindern. Auch Verletzungen lassen sich mit einigen Maßnahmen deutlich reduzieren. So ist bekannt, dass ein Fahrradunfall ohne Helm weitaus schwerwiegendere Folgen haben kann, da ein Helm oftmals Kopfverletzungen verhindern kann.

In Deutschland gibt es zwar keine Helmpflicht und Radfahrer tragen nach dem Urteil des Bundesgerichtshofs (AZ: VI ZR 281/13) keine Mitschuld am durch Andere verursachten Unfall, wenn sie keinen Helm getragen haben, denn ist es immer empfehlenswert, einen solchen zu tragen.

Um einen Fahrradunfall zu vermeiden, ist es neben der Beachtung der Verkehrsregeln und dem Tragen eines Helmes oftmals auch wichtig, dass Radfahrer sich so sichtbar wie möglich machen. Eine Vielzahl dieser Unfälle geschieht auch aufgrund der Tatsache, dass andere Verkehrsteilnehmer Radfahrer nicht wahrnehmen.

So ist es essenziell, dass das Fahrrad eine richtige Beleuchtung sowie auch die vorgeschriebenen Reflektoren aufweist. Zudem sollten Radfahrer auch eine auffälligere Kleidung wählen, wenn sie mit ihrem Rad unterwegs sind.

Darüber hinaus kann ein Unfall mit dem Fahrrad auch vermieden werden, wenn sich Radfahrer angepasst fahren, den Verkehr immer im Auge behalten und das Rad zudem auch verkehrssicher ist.


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