Bußgeldkatalog Fahrrad Schweiz 2017
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Mit dem Fahrrad in der Schweiz fahren

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Wer mit dem Velo in der Schweiz unterwegs ist, sollte sich vorher genau über die einzelnen Regeln informieren. Schnell wird im Land der Eidgenossen ein Bußgeld vergeben. Dieses kann sich auf 20 bis 60 Franken belaufen. Punkte oder ein Fahrverbot müssen Radfahrer allerdings nicht befürchten. Einzige Ausnahme bildet eine Alkoholfahrt mit dem Fahrrad in der Schweiz.

Bußgeldkatalog / Bussenkatalog: Fahrrad fahren (Schweiz)

Vergehen
Geldbuße
(in CHF)
bis 10 km/h 15
Loslassen des Lenkers bzw. der Pedale20
Halten auf dem Zebrastreifen bei stockendem Verkehr20
Nachts Fahren ohne Licht
... bei beleuchteter Straße40
... bei unbeleuchteter Straße60
In einem beleuchteten Tunnel20
Unerlaubtes Befahren des Fußgängerwegs bzw. behinderndes Fahren von Längsstreifen für Fußgänger40
Mitführen von Gegenständen, welche die Zeichengebung verunmöglichen20
Sichaufstellen vor einer wartenden Autokolonne20
Überholen einer wartenden Autokolonne durch Slalomfahren20
Verbotenes Nebeneinanderfahren20
Sich ziehen, schleppen oder stoßen lassen20
Unerlaubtes Mitführen einer Person
... über 7 Jahren20
... unter 7 Jahren40
Stoßen, Ziehen oder Schleppen eines Fahrzeugs oder Gegenstandes20
Nichtbeachten eines Vorschriftsignals z. B. "Allgemeines Fahrverbot in beiden Richtungen", "Hindernis rechts umfahren" oder "Linksabbiegen"30
Benutzung des Fußgängerüberwegs ohne abzusteigen30
Benutzung des Radweges bzw. Radstreifens in verbotener Fahrtrichtung30
Nicht vollständiges Anhalten bei Stopp-Signalen30
Nichtbeachten eines Lichtsignals bzw. Wechselblinksignals60
Falsches Einordnen durch Missachten des markierten Richtungspfeils sowie des Konturpfeils der Lichtsignalanlage30
Nichtfortsetzen der Fahrt in Pfeilrichtung30
Unterlassen des Handzeichens beim Überholen und Rechtsabbiegen20
... beim Linksabbiegen30
Sicherheitslinie innerorts überfahren40
Befahren eines Busstreifens30
Befahren eines Weges, der nicht geeignet ist und offensichtlich nicht dafür bestimmt30
Nichtbenutzung des Radweges bzw. Radstreifens30
Falsches Halten und Parken20
Vorfahrtsverstoß40
Fahren ohne Fahrradklingel20
Fahren ohne Rücklicht40
Mangelhafter Zustand des Reifens, pro Rad20

Diese Regeln gelten beim Velofahren in der Schweiz

Beeindruckende Panoramen, Natur und die Alpen als Kulisse – in der Schweiz mit dem Fahrrad zu fahren, ist definitiv eine gute Idee. Ob als Radtour oder schlicht um eine gewisse Wegstrecke zurückzulegen, Radfahren in der Schweiz ist ein Erlebnis.

Begehen Sie mit Ihrem Fahrrad in der Schweiz einen Verstoß, kann ein Bußgeld drohen.

Wer allerdings mit dem Fahrrad in der Schweiz unterwegs ist, sollte einige Regeln beachten und sich entsprechend verhalten. Generell gelten für Fahrräder in der Schweiz dieselben Regeln wie für Autofahrer.

Die Bußgelder sind aber im Vergleich niedriger. Kleinere Verstöße werden mit 20 CHF geahndet. Zu nennen sind beispielsweise das Loslassen des Lenkers, das Überholen einer stehenden Autokolonne durch Slalomfahren oder das Unterlassen des Handzeichens beim Rechtsabbiegen bzw. beim Überholen.

Bei der Benutzung der Radwege in der Schweiz müssen Velofahrer stets die korrekte Fahrtrichtung beachten. Bei Zuwiderhandlungen drohen 30 Franken. Außerdem sind Radwege obligatorisch. Wer die Straße benutzt, obwohl ein Radweg vorhanden ist, muss ebenfalls 30 Euro Bußgeld bezahlen.

Besonders schwer sind beim Biken in der Schweiz Verkehrsvergehen zu bewerten, bei denen das Bußgeld sogar 60 CHF beträgt. Dieses wird fällig, wenn eine Person mit dem Fahrrad in der Schweiz unterwegs ist und Lichtsignale von Ampel und Co. ignoriert. Ebenfalls gefährlich ist es, ohne Licht auf unbeleuchteten Straßen das Velo zu benutzen.

Entsprechend zu beachten ist auch die ordnungsgemäße Ausstattung vom Fahrrad. Die Schweiz schreibt eine Fahrradklingel und eine funktionsfähige Fahrradbeleuchtung vor. Erforderlich sind mindestens ein ruhendes Weißlicht nach vorn und ein ruhendes Rotlicht nach hinten. Nachts müssen die Lichter bei guter Witterung auf 100 m sichtbar sein. Sie können fest montiert oder abnehmbar sein. Darüber hinaus dürfen die Leuchten keinen anderen Verkehrsteilnehmer blenden. Nachts ist die Beleuchtung am Fahrrad in der Schweiz zu aktivieren. Selbst in beleuchteten Tunneln kann ein Bußgeld anfallen, sollte das Licht nicht eingeschaltet sein.

Für Kinder gilt, dass sie grundsätzlich im schulpflichtigen Alter sein und die Pedale sitzend durchtreten können müssen, wenn sie mit dem Velo auf Straßen fahren wollen. Die Schweiz ermöglicht also die Fahrt auf der Straße früher als das deutsche Gesetz. In der Bundesrepublik müssen Kinder bis 8 Jahre den Gehweg benutzen.

Promillegrenze der Schweiz beim Velo

In Sachen Alkohol beim Fahren mit dem Bike ist die Schweiz vergleichsweise liberal. Erst ab 1,6 Promille müssen Fahrradfahrer mit einem Fahrverbot von einem Monat rechnen. Dann aber auch nur, wenn der Velofahrer einen Unfall provoziert. Ohne Unfall gibt es ein Fahrverbot erst ab zwei Promille.

Wollen Sie mit dem Velo durch die Schweiz, gilt es einiges zu beachten.

Das Fahrverbot gilt bis 2,5 Promille ausschließlich für das Fahrrad. Die Fahrerlaubnis für den PKW ist also nicht betroffen.

Mit 2,5 Promille ist die Dauer des Fahrverbots auf zwei Monate festgeschrieben. Ab diesem Wert ist es auch möglich, die Fahrerlaubnis entzogen zu bekommen, sollte die sogenannte Fahreignungsabklärung nicht bestanden werden.

Ein Bußgeld kann beim alkoholisierten Fahren mit dem Fahrrad in der Schweiz bereits ab 0,5 Promille verhängt werden. Die Beträge sind allerdings von Kanton zu Kanton verschieden. Bei mehr als 0,5 Promille muss aber mit einer Buße von mindestens 200 Franken gerechnet werden. Bei höheren Werten entscheidet in der Regel der Staatsanwalt, wie viel für den Alkoholverstoß mit dem Fahrrad in der Schweiz gezahlt werden muss. Die maximale Summe ist auf 10.000 Franken festgeschrieben. Die Ausstellung eines Strafbefehls durch die Staatsanwaltschaft ist allerdings eher selten.

Wesentlich strengere Strafen erhalten Sie bei Trunkenheitsfahrten mit dem Auto in der Schweiz.


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