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Die Sicherheitsprüfung für Lkw: Unfälle vermeiden

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Bußgeldkatalog zur Sicherheitsprüfung: Diese Strafen drohen

Bei Fristüberschreitungen versteht das Verkehrsrecht keinen Spaß: Es können hohe Strafen und Punkte in Flensburg drohen. Allerdings fällt in der Regel kein Fahrverbot an. Folgende Ahndungen erwarten Sie bei Missachtungen der Vorschriften rund um die Sicherheitsprüfung:

Beschreibung Bußgeld Punkte
Lkw oder KOM bzw. ihre Anhänger in Betrieb genommen, obwohl deren Zustand die Verkehrssicherheit wesentlich beeinträchtigte 180 Euro 1
Als Halter das Kfz nicht zur Sicherheitsprüfung vorgeführt und die Frist überschritten um...
... bis zu 2 Monate 15 Euro
... 2 bis 4 Monate 25 Euro
... 4 bis 8 Monate 60 Euro 1
... mehr als 8 Monate 75 Euro 1

Beachten Sie: Wenn die Behörden einen Vorsatz vermuten – etwas weil Sie die Fristen wiederholt verstreichen lassen, ohne die Sicherheitsprüfung durchzuführen – können die Bußgelder bedeutend höher ausfallen. Dies wird im Einzelfall entschieden.

Eine besondere Sicherheitsprüfung für die schweren Fahrzeuge

Die Sicherheitprüfung: Ein Muss für alle Lkw

Mit bedauerlicher Regelmäßigkeit gehören Unfälle in Deutschland zum Straßenverkehr. Ein kurzer Moment der Unaufmerksamkeit reicht oft aus, um eine Straße oder Autobahn in das Chaos zu stürzen.

Menschliche Fehler sind auf der Straße schwer auszuschließen – auch wenn die StVO sich bemüht, die Verkehrsteilnehmer zu einem geordneten Miteinander zu erziehen.

Doch nicht nur menschliches Versagen führt zu Unfällen – auch technische Defekte können verheerende Folgen mit sich ziehen. Deshalb müssen Sie mit Ihrem Auto oder Motorrad regelmäßig zur Hauptuntersuchung (umgangssprachlich: zum TÜV).

Für schwerere Nutzfahrzeuge wie Lkw, Zugmaschinen und Busse gelten verschärfte Bedingungen: Sie müssen durch die Kfz–Sicherheitsprüfung (SP). Die Prüfung untersucht besonders sicherheitsrelevante Teile und Mechanismen bei der Schwergewichten.

Lkw, Bus und Co: Eine potenzielle Gefahr im Straßennetz

Aufgrund des deutlich höheren Gewichts, der Größe und der Kraft dieser Fahrzeuge, sind sie eine größere Belastung für die Umwelt und richten bei Unfällen große Schäden an. Allein der längere Bremsweg verlangt zum einen nach einem besonders aufmerksamen und vorausschauenden Fahrer. Das allein reicht jedoch nicht aus: Die Bremsanlage muss zum anderen auch einwandfrei funktionieren.

Der Bußgeldkatalog 2016 legt Regeln für Kraftfahrer fest, um einen möglichst sicheren Personen– oder Gütertransport zu ermöglichen. Dazu gehören unter anderem angepasste Geschwindigkeitsbegrenzungen für Lkw, Bus und Fahrzeug mit Anhänger, besondere Abstandsvorschriften sowie geregelte Lenk– und Ruhezeiten. Dieser Teil der StVO betrifft sozusagen die Fahrer der Lkw. Die Sicherheitsprüfung hingegen widmet sich dem Fahrzeug selbst.

Unterschied zwischen TÜV und SP: Die Sicherheitsprüfung ist eine zusätzliche Auflage für bestimmte Fahrzeugarten. Alle Fahrzeuge müssen sich aber grundsätzlich alle zwei Jahre der Hauptuntersuchung stellen. Die Sicherheitsprüfung wird wie die HU unter anderem von TÜV oder DEKRA durchgeführt.

Wer muss zur Sicherheitsprüfung antreten?

Die Sicherheitsprüfung gilt für Fahrzeuge, die als besonders gefährdend eingestuft werden. Dazu gehören:

Die Sicherheitprüfung soll Unfälle verhindern Laut Verkehrsrecht (Anlage VIII der StVO) ist der Fahrzeughalter dafür verantwortlich, sein prüfungspflichtiges Fahrzeug rechtzeitig zur Untersuchung zu fahren.

Wie oft muss das Fahrzeug zur Sicherheitsprüfung?

Je nach Fahrzeugart sind für die Fahrzeuge unterschiedliche Prüfungsintervalle festgesetzt:

Fahrzeugtyp Erste Prüfung Weitere Prüfungen

Lastkraftwagen zwischen 7,5 t und 12 t

42 Monate nach der Erstzulassung Jeweils 6 Monate nach der HU
– Lastkraftwagen über 12 t
– Hänger über 10 t
30 Monate nach der Erstzulassung Jeweils 6 Monate nach der HU
Kraftomnibusse mit mehr als 8 Plätzen 6 Monate nach der Erstzulassung – Zweite Prüfung: 6 Monate nach der zweiten HU
– Danach: Alle 3 Monate – die reguläre HU ersetzt zum jeweiligen Termin die SP

Wie auch bei der Hauptuntersuchung bescheinigt eine Prüfmarke die erfolgreiche Untersuchung. Diese wird auf einer Prüfplakette am Fahrzeugheck angebracht. Dieses Schild muss für die Umwelt gut sichtbar sein und mit der Identifikationsnummer des Fahrzeugs versehen sein.

Sie können den nächsten Termin zur Sicherheitsprüfung für Ihr Kfz an der Prüfmarke ablesen. Das Jahr der nächsten Untersuchung steht auf der Marke. Diese ist zudem pfeilförmig geformt und zeigt auf den entsprechenden Monat.

Überschreiten Sie die Frist zur Sicherheitsprüfung drohen Bußgelder. Einzige Ausnahme: Die Sicherheitsprüfung kann um vier Wochen verschoben werden. Dies geht allerdings nur, wenn das Fahrzeug rechtzeitig zur Untersuchung angemeldet wurde und die Verzögerung aufgrund eines zu hohen Auftragsvolumen von der Werkstatt verursacht wird. Der Termin für die nächste Sicherheitsprüfung verschiebt sich dadurch jedoch nicht nach hinten.

Was untersucht die Sicherheitsprüfung bei Bus, Lkw und Hänger?

Zur Sicherheitprüfung gehrt eine Probefahrt

Ihrem Namen entsprechend kontrolliert die Sicherheitsuntersuchung jene Bestandteile der Fahrzeuge, die sich als besonders sicherheitsrelevant erwiesen haben. Wie bereits erwähnt, liegt ein besonderes Augenmerk auf der Bremsanlage.

Auch die Reifen und Räder werden begutachtet: Abgefahrene Reifen sorgen für wenig Grip (Haftreibung) auf den Straßen und verändern somit das Fahr– und Bremsverhalten des Kfz.

Die Lenkung muss ebenfalls einwandfrei funktionieren. Könnte beispielsweise ein Lkw aufgrund einer schlecht arbeitenden Lenkung nicht ausweichen, wären die Folgen verheerend.

Schließlich werden Fahrgestell, Fahrwerk und Verbindungseinrichtungen unter die Lupe genommen. Nur ein reibungslos laufendes System garantiert eine gewisse Sicherheit im Verkehr. Die prüfende Behörde erstellt bei jeder Untersuchung ein Prüfprotokoll, welches dem Fahrzeughalter zusteht.

Eine Probefahrt ist Bestandteil der Untersuchung. Der Fahrer muss also im Besitz der entsprechenden Führerscheinklassen sein und den passenden Nachweis vorzeigen.

Zur Nachprüfung gebeten

Die Prüfmarke bekommen Sie nur von den entsprechenden Behörden (DEKRA, TÜV, KÜS oder GTÜ), wenn bei Ihrem Kfz keine Mängel bestehen. Entspricht eine oder mehrere der untersuchten Fahrzeugbaugruppen jedoch nicht den Vorgaben, wird dies im Prüfprotokoll festgehalten und keine Marke erteilt.

Der Fahrzeughalter hat anschließend einen Monat Zeit, die festgestellten Mängel zu beheben. Die sachgemäße Ausführung dieser Arbeiten wird in einer Nachprüfung kontrolliert.


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