Punkte verkaufen - Bußgeldkatalog 2017
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Bußgeldkatalog 2017 – Punkte verkaufen

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Der Punktehandel in Flensburg

Warum gibt es eigentlich das Punktesystem in Deutschland? Oftmals fragen sich Kfz-Fahrer das, wenn sie wieder einmal geblitzt oder gar betrunken angehalten wurden. Spätestens beim achten Punkt im Fahreignungsregister in Flensburg (vorher: Verkehrszentralregister) ist die Fahrerlaubnis entzogen und der Fahrer erbost.

Warum also ein Punktesystem? Studien ergaben im Vorfeld, dass die Punkte verkehrserzieherisch wirken. Spätestens beim zweiten Fahrverbot sollte der Fahrer gelernt haben, dass es Regeln in Deutschland gibt, die der Verkehrssicherheit dienen.

Eine Tempo-30-Zone beispielsweise befindet sich im unmittelbaren Bereich von Schulen oder Kindergärten. Selbst hier- bei Kindern – zeichnet sich der Trend ab, dass fast 90 Prozent der Autos die Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h überschreiten.

Punkte übernehmen – Die Folgen für die restlichen Autofahrer

Punkte zu verkaufen oder zu übernehmen ist strafbar

Besonders im Internet hat sich eine riesige Lobby von Firmen aufgebaut, die den Punktehandel in Flensburg betreiben. Sie brüsten sich damit, dass dies legal sei und "knöpfen" den ratlosen Fahrern das Geld ab. Je auswegloser die Situation der Verkehrssünder, desto lukrativer ist es für die Unternehmen.

Im Normalfall sollte es also sein, dass ein Fahrer zu schnell fähr, geblitzt und anschließend dafür bestraft wird. Soll ein Bekannter die Punkte übernehmen, nimmt dieser die Strafe auf sich. Der Temposünder kann also in Seelenruhe weiterfahren und lernt nicht daraus. Und was bedeutet das für den Rest der Verkehrsteilnehmer?

Nun ja, wer seine Punkte verkaufen möchte und ohne Bestrafung einfach weiterfährt, lernt nicht, dass dieses Verhalten Konsequenzen hat. Heute sind es vielleicht "nur" 26 km/h zu viel, nächsten Monat dann 50 km/h und ab einer bestimmten Geschwindigkeit übersieht man leicht Fußgänger oder Fahrradfahrer.

Wie kann man Punkte in Flensburg abgeben?

Das Prinzip ist denkbar einfach: Person A begeht eine Ordnungswidrigkeit im Straßenverkehr mit seinem Auto. Diese ist schwerwiegend, da sie mit Punkten und einem Bußgeld bestraft wird. Eine Tat wird immer dann mit einem Punkt bestraft, wenn die Geldbuße bei mindestens 60 Euro liegt und sie direkt den Straßenverkehr gefährdet.

Haben Sie also beispielsweise während des Fahrens telefoniert, gibt es einen Punkt. Klar, Sie sind ja abgelenkt und können sich nicht auf den Verkehr konzentrieren. Nun haben Sie aber vorher schon weitere Punkte gesammelt, die Sie loswerden wollen.

Auf der anderen Seite gibt es Menschen, die sich gern etwas dazu verdienen möchten. Sie wollen die Punkte übernehmen – für Geld, versteht sich. Bei Summen zwischen 100 und 1.000 Euro ist der Punktehandel natürlich lukrativ. Doch wie ist das, wenn Sie Punkte abgeben oder übernehmen? Ist das strafbar?

Punkte in Flensburg verkaufen: legal oder nicht?

Wer seinen Führerschein behalten und Punkte verkaufen möchte, wandelt in einer rechtlichen Grauzone. Auch die Personen, die die Punkte übernehmen, handeln nicht gänzlich legal. Das Verfahren bewegt sich in einem strafbaren Bereich, wobei das Strafmaß bzw. die angewandten Paragraphen im Strafgesetzbuch (StGB) zu finden sind.

Wie das Verfahren letztlich ausgeht, prüft die Staatsanwaltschaft individuell. Dabei gibt es folgende Möglichkeiten:

  • § 271 StGB "Mittelbare Falschbeurkundung": Dieser Tatbestand wird zwar von einigen Juristen und Experten abgelehnt, da das Fahreignungsregister nicht öffentlich ist. Dennoch findet es noch oftmals Anwendung. Jede Person, die ihre Unterschrift unter ein Schreiben eines Amtsträgers setzt und somit dieses inhaltlich verfälscht, also eine Falschaussage tätigt, muss mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder einer Geldstrafe rechnen. Damit ist der Käufer und der Verkäufer gemeint; beide sind gleichermaßen strafbar. Ist zudem eine Bezahlung dabei, erhöht sich die Freiheitsstrafe auf fünf Jahre.
  • § 111 OWiG "Falsche Namensgabe": Sollte der Verkäufer den Käufer auf dem Anhörungsbogen vermerken, droht diese Ordnungswidrigkeit. Die Geldbuße wird auf bis zu 1.000 Euro beziffert.
  • Polizei und Behörden: Schöpfen diese Verdacht, dass es sich um einen illegalen Punktehandel in Flensburg handelt, leiten Sie eine Verfolgung und Ahndung ein. Zudem kann ein Strafverfahren eingeleitet werden.
  • Kraftfahrt-Bundesamt: Auch das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA), welches das Fahreignungsregister in Flensburg verwaltet, verfolgt solche Verfahren und ist sehr daran interessiert, die richtigen Verkehrssünder zu finden. Möchten Sie also Punkte verkaufen oder übernehmen, ist die Gefahr groß, dass das KBA Ihnen auf die Schliche kommt. Wie das Ganze ausgeht, ist individuell nach Fall unterschiedlich. Zusätzlich geht das KBA gegen Anbieter vom Punktehandel in Flensburg vor und stell Strafanzeige und Strafantrag.

Punkte abgeben – eine legale Möglichkeit

Wer auf den Punktehandel verzichten möchte, kann an einem Fahreignungsseminar teilnehmen

Wer nach diesen Worten immer noch Punkte verkaufen möchte, dem soll gesagt sein, dass es auch eine legale Variante nach deutschem Recht gibt: das Fahreignungs­seminar.

Hier ist Ihr Geld garantiert besser investiert. Anstatt Punkte in Flensburg zu verkaufen, lernen Sie hier, wie Sie Ihr Verhalten ändern können, damit langfristig die Sicherheit des Straßenverkehrs gesichert ist.

Mit diesem Seminar können Verkehrssünder alle fünf Jahre einen Punkt in Flensburg abbauen. Wer dennoch Punkte kaufen oder verkaufen möchte, sollte sich über die drohenden Konsequenzen im Klaren sein.

Auch, wenn die betreffenden Punktehandel-Unternehmen meinen, dass es nichts verwerfliches oder gar illegales an diesem Verfahren gibt, lassen Sie sich gesagt sein: Es ist illegal!


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