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Polizeikontrolle? So reagieren Sie richtig!

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Bußgelder für falsches Verhalten in einer Polizeikontrolle

Folgende Tabelle und Rechner zeigen Ihnen, welche Strafen Sie bei einem Fehlverhalten während einer Verkehrskontrolle erwarten.

Delikt Geldbuße
(in Euro)
Punkte
Haltegebot der Polizei nicht befolgt70,-1
Zeichen der Polizei nicht befolgt70,-1
Warndreieck oder Warnweste nicht mitgeführt oder nicht vorgezeigt15,--
Führereschein oder Fahrzeugschein nicht mitgeführt oder nicht vorgezeigt10,--


In eine Verkehrskontrolle geraten?

Führerschein und Fahrzeugpapiere bitte! Diese Worte führen bei vielen Autofahrern zu einem Kribbeln im Nacken und einem nervösen Aufschrecken. Dabei hat die große Mehrheit bei einer Kontrolle nichts zu befürchten. Dennoch sind fahrige Bewegungen und Stressanzeichen bei der Suche nach den geforderten Dokumenten üblich.

Entgegen mancher amerikanischer Filme droht in Deutschland auch keine grobe Behandlung oder gar Haft aufgrund eines unkooperativen Verhaltens Ihrerseits. Sie haben auch während einer Verkehrskontrolle Rechte. Gleichermaßen sind Sie zu gewissen Handlungen verpflichtet.

Folgender Ratgeber zeigt Ihnen auf, wie Sie sich am besten im Falle einer Kontrolle verhalten. Die Rechte und Pflichten der Beamten werden dabei genauso berücksichtigt wie Ihre eigenen.

So läuft eine Polizeikontrolle ab

Bei einer Polizeikontrolle sollten Sie sich angemessen verhalten

Die allgemeine Verkehrskontrolle beginnt damit, dass die Beamten Sie mithilfe der Polizeikelle herauswinken. Die Zeichen der Polizei sind zu befolgen, wenn Sie kein Bußgeld riskieren wollen. Es gilt dennoch, nicht hektisch zu reagieren — so gefährden Sie die anderen Verkehrsteilnehmer. Fahren Sie also ruhig und zügig zum vorgesehenen Platz und stellen Sie den Motor aus. Bei der Verkehrskontrolle bleiben Sie im Auto sitzen und warten, bis die Beamten zu Ihnen kommen.

Wenn Sie sich durch eine auffällige Fahrweise bemerkbar gemacht haben, können die Polizeibeamten sich auch durch das Blaulicht bemerkbar machen und Sie auf diese Weise zum Anhalten auffordern.

Missachten Sie das Haltegebot oder andere Zeichen der Polizei, droht neben einem Bußgeld von 70 Euro auch ein Punkt in Flensburg! Fliehen Sie vor der Kontrolle und begehen dabei weitere Ordnungswidrigkeiten, müssen Sie auch dafür die Konsequenzen gemäß Bußgeldkatalog 2016 tragen.

Auch wenn es in Deutschland im Vergleich zu den USA gediegen zugeht, riskieren Polizeibeamten auch hierzulande bei jeder Kontrolle Ihre Gesundheit. Im Alkohol– oder Drogenrausch wird jeder Fahrer unberechenbar. Aus diesem Grund gehen die Ordnungshüter meist bestimmt und konsequent vor. Sie vermeiden überflüssigen Stress wenn Sie sich

verhalten. Abrupte oder versteckte Bewegungen, offene Aggression oder gar Angriffsverhalten verschärfen die Situation hingegen und bewirken strengere Reaktionen auf Seiten der Polizei.

Die Vorsatzfalle

Wurden Sie mit Blaulicht aus dem Verkehr gebeten, lautet die erste Frage der Beamten meist: "Wissen Sie, weshalb wir Sie angehalten haben?" Die einzig sinnvolle Antwort darauf lautet schlicht "Nein". Auch wenn Sie sich eines Verstoßes bewusst sind, ist Schweigen oder Leugnen angesagt. Geben Sie das Delikt zu, besteht schnell der Tatbestand des Vorsatzes. Dadurch kann sich das Bußgeld verdoppeln.

Sie sind nicht verpflichtet, sich selbst zu belasten. So falsch sich das Lügen in diesem Fall auch anfühlt: Rechtlich sind Sie auf der sicheren Seite.

Was darf die Polizei bei einer Verkehrskontrolle überprüfen?

Nicht allen Aufforderungen der Polizeibeamten müssen Sie Folge leisten. Anwälte raten dazu, nicht mehr als notwendig zu leisten. Dies greift insbesondere bei möglichen Alkohol– und Drogendelikten.

Alkohol– und Drogentest: Die Polizei kann sie nicht erzwingen

Verhalten Sie sich in einer Polizeikontrolle ruhig und freundlich

Die Aufforderung zu einem Alkoholtest durch die Polizei ist beispielsweise nicht verpflichtend — solange es sich um einen Atemalkoholtest handelt. Dieser gilt zwar vor Gericht nicht als Beweis, dennoch bestätigt er den Anfangsverdacht der Polizeibeamten. Ein Blutalkoholtest ist in dieser Situation schnell richterlich angeordnet.

Verweigern Sie den Atemalkoholtest, können die Ordnungshüter laut Recht einen Bluttest richterlich anordnen lassen, um nachzuweisen, dass Sie zu viel Alkohol konsumiert haben.

Dies geschieht jedoch meist nur dann, wenn ein sehr starker Verdacht vorliegt, Sie seien alkoholisiert gefahren. Liegen Sie über der gesetzlichen Promillegrenze, drohen schwere Folgen!

Analog hierzu sind auch Drogenschnelltests nicht verpflichtend. Doch auch hier kann die richterliche Anordnung zu einem Blut– oder Urintest folgen.

Bedenken Sie dennoch, dass Sie im berauschten Zustand eine große Gefahr für den Straßenverkehr darstellen. Auch wenn Sie ohne Bestrafung durch die Kontrolle gekommen sind, sollte dies nicht als Ermutigung gelten.

Das ist erlaubt: Führerscheinkontrolle

Selbstverständlich dürfen die Polizeibeamten sowohl den Führerschein des Fahrers als auch die Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein) überprüfen. Hier möchten die Gesetzeshüter die Originalpapiere sehen. Eine Ausweiskontrolle kann hingegen laut Recht nicht durchgesetzt werden. Sie sind nämlich nicht verpflichtet, Ihren Personalausweis stets mit sich zu führen (Ihre Personendaten sind dem Führerschein zu entnehmen).

Sie müssen auf Anfrage aber Angaben zu Ihrer Person mitteilen. Auf weitere Aussagen darf die Polizei hingegen nicht bestehen.

Verbandskasten: Er darf überprüft werden

Der Verbandskasten gehört zur Standardausrüstung eines jeden Autos. Im Zuge einer Verkehrskontrolle wird er oft auf seine Vollständigkeit geprüft. Sollte das Verfallsdatum abgelaufen sein, fällt dieselbe Strafe wie beim Nichtführen eines Verbandskastens an: 5 Euro Verwarngeld sind zu zahlen.

Zudem sollte der Verbandskasten schnell und gut erreichbar sein. Müssen Sie erst lange danach suchen, kann ein strenger Beamter ebenfalls ein Strafgeld verlangen.

Polizeikontrolle: Warndreieck dabei?

Warnweste mitgeführt?

Seit 2014 muss jedes Auto in Deutschland eine Warnweste mit sich führen. Diese auch zu tragen, ist wiederrum laut dem Gesetz von 2014 nicht verpflichtend.

Bei einer Verkehrskontrolle dürfen die Kontrollbeamten das Vorhandensein der Weste nachprüfen.

Auch sollte die Warnweste den gesetzlichen Bedingungen (der europäischen Norm "EN 471") genügen. Ansonsten drohen 15 Euro Strafzahlung!

Das Warndreieck: Ein Muss im Auto

Im Falle eines Unfalls müssen Sie ein Warndreieck zur Sicherung des Verkehrs aufstellen. So vermeiden Sie Folgeunfälle.

Aus diesem Grund ist es verpflichtend, ein solches Warnzeichen stets im Auto mitzuführen.

Bei einer Verkehrskontrolle dürfen Beamte verlangen, dieses zu sehen. Ein Verstoß gegen diese Vorschrift kostet gemäß Bußgeldkatalog 2016 ebenfalls 15 Euro.

Darf die Polizei mein Auto durchsuchen?

Was dürfen die Beamte bei einer Polizeikontrolle?

Viele Autofahrer sind sich unsicher, wie weit die Kompetenzen der Polizeibeamten reichen.

Darf die Polizei mich durchsuchen? Darf sie mein Handy kontrollieren?

Im Zweifelsfalle traut sich ein Großteil der Fahrer nicht, eine Anweisung nicht zu befolgen. Doch Sie geben Ihre Rechte bei einer Polizeikontrolle nicht ab.

Grundsätzlich gilt: Eine Durchsuchung des Fahrzeugs darf nur in einem eng festgesetzten Rahmen erfolgen — um die technischen Einrichtungen des Kfz zu kontrollieren.

Darüber hinaus ist eine Durchsuchung des Wagens oder dessen Insassen nur mit einem richterlichen Durchsuchungsbeschluss zulässig. Verlangen Sie in diesem Fall ein Protokoll.

Eine Ausnahme gilt hierbei: Besteht der Verdacht auf eine Straftat (etwa Drogenmissbrauch), darf auch das gesamte Kfz bei der Verkehrskontrolle durchsucht werden. Die Beamten müssen Ihren Verdacht zum einen konkret begründen und sich zum anderen auch später dafür rechtfertigen.

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