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Bußgeldkatalog LKW: Ladungssicherung

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Den LKW richtig beladen - Bußgeld vermeiden

LKW - das bedeutet Lastkraftwagen. Mit dieser Bezeichnung ist eine Grundfunktion von LKWs schon angedeutet: sie sollen Lasten von A nach B transportieren. Die Mengen, die Jahr für Jahr als Ladung über deutsche Straßen transportiert werden, sind kaum vorstellbar. Um Unfälle und Gefahren zu vermeiden, ist eine verantwortungsvolle Ladungssicherung LKW wichtige Pflicht für jeden Berufskraftfahrer. Wir möchten Ihnen im folgenden hierzu einige Tipps geben.

Bußgeldtabelle Ladungssicherung

Bußgelder bei mangelhafter Ladungssicherung für den Halter Geldbuße
(in Euro)
Punkte Fahrverbot
(Monate)
Anordnung des Betriebs eines LKWs, dessen Ladung die Verkehrssicherheit beeinträchtigte 270 1  
...mit Gefährdung 325 1  
...mit Unfall 390 1  
Trotz Aufforderung des Verladers keine Umladung vorgenommen 50    
Nach Weisung des Verladers keine Wiegung des LKWs vorgenommen 50    
Bußgelder bei mangelhafter Ladungssicherung für den Fahrer Geldbuße
(in Euro)
Punkte Fahrverbot
(Monate)
Ladung nicht gegen Verrutschen, Umfallen, Hin- und Herrollen, Umfallen gesichert 35
...mit Gefährdung 60 1
...mit Unfall 75 1
LKW gefahren, dessen Ladung 40 cm seitlich über die Leuchten hinausragte 25    
LKW gefahren, der breiter oder höher als zulässig war 20
Aufgrund unzureichender Ladungssicherung Lärmentwicklung nicht unterbunden 10
LKW gefahren, welcher mit Ladung höher als 4,20 m war 60 1  

Verantwortungsvolle Ladungssicherung

Ein vollbepacktes Auto

Wenn Sie mit dem Bußgeldrechner Überladung festgestellt haben, dass Ihre LKW überladen ist, so sollten Sie natürlich erst die Überladung beseitigen, bevor Sie weitere Maßnahmen zur Ladungssicherung im LKW vornehmen. Auch zur Ladungssicherung von gefährlichen Gütern finden Sie nach dem Link die nötigen Informationen.

Welche Gefahren entstehen durch einen überladenen LKW?

Ein LKW wiegt mehrere Tonnen. Dementsprechend ist sein Achsgewicht sehr groß. Dieses Gewicht wirkt auf die Straßen, die durch eine regelmäßige LKW Befahrung stark beschädigt werden. Je schwerer die LKWs sind, desto schwerwiegender auch die entstehenden Straßenschäden. Dies ist ein Grund für die Notwendigkeit von Verordnungen, die das Gewicht von LKWs begrenzen.

Überladung beeinträchtigt Verkehrssicherheit

Ein weiterer Grund – und dieser  der wichtigste – ist die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer und des LKW-Insassens selbst. Denn liegt eine Überladung des LKWs vor, dann ist die Verkehrssicherheit gefährdet, da das Fahrzeug beispielsweise aufgrund der durch Schwere entstehenden Trägheit nicht mehr schnell genug bremsen kann. Die Zulassung eines Fahrzeugs erfolgt unter der Bedingung, dass die zulässige Höchstgewicht nicht überschritten wird. Dieses Gewicht ist in den Fahrzeugpapieren festgelegt. Übersteigt das Gewicht die zugelassene Kilo-Anzahl, kann die Sicherheit des Fahrzeugs nicht mehr gewährleistet werden. Aus diesem Grund sind die Bußgelder bei einer Überladung keine Schikane der LKW-Fahrer, sondern in erster Linie zur Unterstützung der Verkehrssicherheit da. Die Ladungssicherung LKW ist wesentlich für die Verkehrssicherheit.

Hafterhaltung bei Überladung

Hier besteht keine Transportsicherheit

Eine Besonderheit im deutschen Bußgeldkatalog ist die sogenannte Halterhaftung. Diese tritt bei der Überladung in Kraft. Die Überladung bei einem LKW (der ab 7,5 t wiegen muss, um laut Bußgeldkatalog in diese Strafkategorie zu fallen) zählt zu den wenigen Delikten, bei dem auch der Halter Punkte bekommen kann, ohne selbst gefahren zu sein. Doch was ist eigentlich die Hafterhaltung? Damit gemeint ist, dass nicht nur der Fahrer für die Verkehrsordnungswidrigkeit belangt werden kann, sondern auch der Halter des Fahrzeugs. Bei in der Bußgeldtabelle vermerkten Delikten wie der Geschwindigkeitsüberschreitung wäre dies undenkbar. Warum bekommt aber der Halter des LKWs bei einer Überladung von über 15 Prozent ein Bußgeld von 285 Euro und sogar einen Punkt in Flensburg?

Die Hafterhaltung soll in diesem Fall dafür sorgen, dass LKW-Fahrer nicht von ihren Vorgesetzten dazu angehalten werden, mit einer unzulässig hohen Ladung zu fahren. Aus diesem Grund wird ein Teil der Strafe auch auf den Halter abgegeben. Die Strafe für Überladung erhält jedoch nicht nur der Halter, sondern zusätzlich auch der Fahrer. Mit unserem Bußgeldrechner können Sie die anfallenden Strafen für Halter und Fahrer ermitteln.

Bußgeldrechner Überladung

Ladungssicherung LKW: Auf was Sie achten müssen

Durch die Ladungssicherung soll sichergestellt werden, dass sich sogar bei einer Vollbremsung keine Bestandteile der Ladung von ihrem Platz lösen. Diese können somit nämlich ein gefährliches Geschoß werden. Die Transportsicherung wird in vielen Fällen nicht vom Berufskraftfahrer selbst durchgeführt, sondern einem Fachmann für die Ladungssicherung übertragen.

Hilfsmittel bei der LKW-Ladungssicherung

Wesentliche Hilfsmittel für die Ladungssicherung sind Gewebeband, Stahlband und Zurrgurt. Auch durch eine Gitterbox kann die Ladung im Fahrzeuginnenraum befestigt werden, oder eine Ladungssicherung im Container wird vorgenommen. Die Befestigung einer Gitterbox kann durch eine Antirutschmatte, ein Schienensystem oder auch einen Sperrbalken oder ein Ladungssicherungsnetz vorgenommen werden. Auch eine Palette oder ein Schienensystem kann zum Einsatz kommen. Selbstverständlich bietet sich der Einsatz dieser Materialien nur an, wenn das Fahrzeug überhaupt zu einem Transport der betroffenen Ladung in der Lage ist, wenn es entsprechende Möglichkeiten gibt, die Gurte zu befestigen.

Ladungssicherung LKW

Ein Fachmann sollte die Beladung beaufsichtigen. Doch auch der LKW-Fahrer ist für die Ladung verantwortlich. Ein Berufskraftfahrer sollte auch während der Fahrt hin und wieder halten,  um die Ladung zu überprüfen. Auf was er dabei achten soll, das kann ihm der Experte zur Ladungssicherung bei der Beladung sagen. Beispielsweise ist es möglicherweise notwendig, dass die Zurrgurte wieder fester angezogen werden, da diese sich aufgrund der Krafteinwirkung wieder lösen. Eventuell bietet sich für einen interessierten Berufskraftfahrer eine Ladungssicherungs-Schulung an, in der er wichtige Techniken der Ladesicherung kennenlernt. So kann er während der Fahrt möglicherweise entstandene Gefahren aufgrund der Ladung selbst beheben und die Ladungssicherung-Verantwortung zu einem gewissen Teil selbst übernehmen.

Da die LKW-Ladungssicherung aber im Idealfall sämtliche durch die Ladung entstehenden Gefahren unterbindet und ihr deswegen ein hoher Stellenwert zu kommt, sind speziell geschulte Experten beim LKW-beladen von hohem Wert. Eine Unterweisung in die Ladungssicherung sollte der Normalfall sein. Schließlich hat nicht nur der Verlader und der Halter des Fahrzeugs eine Verantwortung für die Ladung, sondern auch der Fahrer.

Zwei Arten der Ladungssicherung LKW:  formschlüssige und kraftschlüssige Ladungssicherung

Technisch gesehen unterscheidet man bei der LKW-Ladungssicherung zwei Formen. In der Praxis werden bei einer LKW-Beladung die beiden Techniken meistens kombiniert, um größtmögliche Sicherheit zu erhalten. Welche der Techniken verstärkt eingesetzt wird, das ergibt sich aus der Beschaffenheit der Güter und der entsprechenden Ladungssicherungsvorschriften.

Bußgelder für ungesicherte Ladung im LKW

Neben den Bußgeldern, die auftreten, wenn der LKW  überladen ist, gibt es auch Sanktionen bei ungesicherter Ladung. Der Bußgeldkatalog Ladungssicherung sieht vor, dass für den Halter des LKWs ein Bußgeld von 800 Euro anfällt, wenn dem Fahrer keine Mittel zur Ladungssicherung bereitgestellt wurden! Zudem gibt es auch einen Punkt für den Halter.

Für den Fahrer selbst gibt es – sofern die Ladung nicht gegen „Verrutschen, Umfallen, Hin- und Herrollen oder Herabfallen", wie es im Bußgeldkatalog und StVO steht, gesichert ist, ein Bußgeld von 60 Euro und einen Punkt in Flensburg. Kommt eine Gefährdung oder sogar ein Unfall hinzu, steigt das Bußgeld auf bis zu 100 Euro. Übrigens ist in der Bußgeldtabelle auch vermerkt, dass die Ladung gegen vermeidbaren Lärm gesichert sein soll. Wurde dies missachtet, gibt es ein Bußgeld von 10 Euro. Auch wenn die Ladung das Fahrzeug unzulässig verbreitert oder in die Höhe wachsen lässt, droht laut Bußgeldkatalog Ladungssicherung ein Bußgeld von 20 Euro.

Was steht zur Ladungssicherung in der StVO?

Die StVO-Ladungssicherung besagt in § 22 StVO folgendes, was beim Sichern der Ladung als Grundsatz gelten sollte:

„Die Ladung einschließlich Geräte zur Ladungssicherung sowie Ladeeinrichtungen sind so zu verstauen und zu sichern, dass sie selbst bei Vollbremsung oder plötzlicher Ausweichbewegung nicht verrutschen, umfallen, hin- und herrollen, herabfallen oder vermeidbaren Lärm erzeugen können. Dabei sind die anerkannten Regeln der Technik zu beachten.“

Falsche Ladungssicherung kann zu schweren Unfällen führen, da die ungesicherte Ladung aus dem Fahrzeuginnenraum in die Fahrkabine oder auf die Straße geschleudert werden kann. Es kann zu Kollisions- oder Auffahrunfällen kommen. Als Berufskraftfahrer sollten Sie sich mit dem Thema auseinandersetzen, um Gefährdungen zu vermeiden. Selbst wenn es zu Verzögerungen im engen Terminplan der LKW-Fahrer führt: die Ladung sichern, das darf nicht möglichst hastig abgehakt werden, sondern muss verantwortungsvoll durchgeführt werden. Auch wenn die Verantwortung in erster Linie beim Verlader liegt, sollte auch ein LKW-Fahrer sich ein wenig mit der Ladungssicherung auskennen.

Ladungssicherung im LKW

 Verwantwortlich für die Ladungssicherung LKW ist nicht nur der Verlader

Als Fahrer sind Sie für die Ladungssicherung in Ihrem LKW verantwortlich. Nur wenn vom Zoll eine Verplombung des LKW vorgenommen wurde, können Sie natürlich keine Auswirkungen auf die Ladung mehr vornehmen und Sie sollten auch dann keinen Bußgeldbescheid kassieren, wenn die Ladung nicht optimal gesichert ist. Die Polizei kann Sie bei einer Verkehrskontrolle an der Weiterfahrt hindern, sollten Sie Ihre Ladung mangelhaft gesichert haben. Daraus resultieren Verspätungen bei der Anlieferung, zusätzliche Kosten für den Weitertransport der ungesicherten Ware, und natürlich Bußgelder. 

Ungesicherte Ladung ist für bis zu 25 Prozent der Unfälle verantwortlich!

Die Sicherung der Ladung schützt nicht nur sämtliche Verkehrsteilnehmer auf der Straße vor Unfällen durch herausgeschleuderte Teile, sondern gewährleistet auch, dass die Ladung nicht unnötigerweise Schaden nimmt. Viele LKW-Unternehmen haben speziell geschultes Personal, das die Ladung optimal in den LKW lädt und sichert. Doch in letzter Instanz ist auch der LKW-Fahrer selbst für die Sicherung seiner Ladung verantwortlich, so steht es in der StVO. Die Strafen bei falscher Ladungssicherung im LKW fallen dann auch auf den LKW-Fahrer zurück - er kassiert Bußgelder und Punkte, wenn es auch für mangelnde Ladungssicherheit kein Fahrverbot gibt. 

In jedem Fall ist eine professionelle Ladungssicherung zu empfehlen, wenn nötig auch mit Spanngurten und ähnlichen Utensilien. Auch die Gefahr der Überladung sollten Sie gerade bei LKW von Anfang an ausschließen, um hier bei einer Verkehrskontrolle keine Probleme zu bekommen. Auch in Kurven oder beim Bremsen kann sich ungesicherte Ladung auf gefährliche Weise selbstständig machen und Ihnen somit körperliche Schäden hinzufügen, insbesondere, wenn der Laderaum nicht von der Fahrerkabine abgeteilt ist! Nach seriösen Schätzungen sind bei etwa 20 bis 25 Prozent aller Unfälle ungesicherte Güter die Ursache für einen Unfall.


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