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Bußgeldkatalog LKW: Gefährliche Güter

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Bußgeldkatalog Gefahrgut

Bußgelder bei Transport von gefährlichen Gütern Geldbuße
(in Euro)
Punkte Fahrverbot
(Monate)
Bei Glätte, Schneefall oder eingeschränkter Sicht nicht unverzüglich einen Parkplatz gesucht 140 1  
Befahren einer durch Zeichen 261 gesperrten Straße 100 1  
Bei einer Geschwindigkeit von über 50 km/h den Mindestabstand von 50 m auf der Autobahnnicht eingehalten 120 1  
An die Witterungsverätnisse keine Anpassung der Geschwindigkeit vorgenommen 150 1  
...mit Gefährung 180 1  
...mit Unfall 217,50 1  

Gefährliche Ladung

Das Verkehrszeichen 261

Der Transport von Gefahrstoffen kann ein Problem darstellen, doch wenn Sie die gesetzlichen Vorschriften dazu beachten, ist auch hier die Sicherheit der LKW-Ladung gewährleistet. Gefährliche Güter dürfen Sie auf bestimmten Straßen nicht mitführen. Diese sind durch das Verkehrszeichen 261 kenntlich gemacht. Ein Bußgeldbescheid erwartet Sie, wenn Sie sich nicht an das Verkehrszeichen halten. Das Bußgeld ist mit einer Höhe von 100 Euro nicht gerade günstig! Zudem wartet auch ein Punkt in Flensburg auf Sie. Übrigens: sind Sie Wiederholungstäter und bereits einmal eine für den Transport von gefährlichen Gütern gesperrte Straße unerlaubt befahren, so gibt es ein Fahrverbot von 1 Monat, ein Bußgeld von 250 Euro sowie einen Punkt in Flensburg. die selben regeln gelten nicht nur für gefährliche Güter, sondern auch für sogenannte "wassergefährdete Ladung."

Wenn mit dem LKW Gefahrstoffe transportiert werden sollen, so erfordert dies eine systematische Planung. Denn bei einem Gefahrgutransport darf der Verlader die gefährlichen Güter nicht nur auf der Ladefläche sichern. Vor der Fahrt müssen zunächst die Genehmigungen für den Transport der gefährlichen Güter eingeholt werden. Zudem muss das Fahrzeug den Anforderungen von dem Transport der Gefahrgütern entsprechen. Im Folgenden haben wir Ihnen die wichtigsten Informationen zum Gefahrgut-Transport zusammengestellt.Die obige Bußgeldtablle bietet Ihnen einen Einblick in die möglichen Bußgelder bei Gefahrgut-Transporten, die nicht ordnungsgemäß durchgeführt wurden.

Das Beförderungspapier Gefahrgut anfordern

Um zum Transport von Gefahrgut berechtigt zu sein, benötigen Sie ein Beförderungspapier (die ADR-Bescheinigung), die vom Versender unterschrieben ist. Sie müssen es auf dem Gefahrguttransport im Fahrzeug mitführen. In ihm ist unter anderem vermerkt, welche Stoffe transportiert werden, wie diese verpackt sind, oder welche Gefahren von den Stoffen ausgehen können.

Gleichzeitig ist vorgeschrieben, dass der Fahrer ein ausgedrucktes Exemplar der „Schriftlichen Weisungen gemäß ADR“ mit sich führen. ADR ist die Abkürzung für "Accord européen relatif au transport international des marchandises Dangereuses par Rout“ was auf deutsch übersetzt „Europäisches Übereinkommen über die Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße“ bedeutet. Auf dem Weisungspapier sind die Maßnahmen aufgelistet, die bei einem Unfall durchzuführen sind. Denn wenn ein LKW, der Gefahrstoffe transportiert, in einen Unfall verwickelt ist, werden die gefährlichen Stoffe möglicherweise freigesetzt. Deswegen werden im dem Papier Anweisungen gegeben, wie sich der Fahrer und anderen Involvierte verhalten solllten, um keinen weiteren Schaden zu riskieren. So ist es angebracht, bei manchen explosiven Stoffen sofort Schutz zu suchen und sich nicht in tiefliegenden Bereichen aufzuhalten, da sich dort die Gase stauen und eine Explosion zu befürchten ist.

Die verschiedenen Gefahrgutklassen

Gefährliche Stoffe und Güter werden in der ADR-Weisung in verschiedene ADR-Klassen (auch Gefahrgutklassen genannt) eingeteilt. Jede dieser Klassen hat einen eigenen Gefahrzettel (auch Großzettel genannt). Dies sind Signaltafeln, die auch einem Laien Gefahr signalisieren. So sind giftige Stoffe durch einen Totenkopf gekennzeichnet. Es gibt um die 20 verschiedene ADR-Klassen.

ADR-Ausrüstung beim Transport von Gefahrgut

Ohne Genehmigung zum Transport von Gefahrgut darf nicht gefahren werden

Bei dem Transport von Gefahrgut via LKW wird eine besonderere Ausrüstung nötig. In der ADR-Weisung gibt es auch Vermerke bezüglich einer  bestimmten Ausrüstung, die LKW-Fahrer beim Transport von Stoffen aus der entsprechenden ADR-Klasse mit sich führen müssen. Die Grundausrüstung für Gefahrguttransporte besteht aus:

Warntafel Gefahrgut anbringen

Werden Gefahrstoffe transportiert, so ist eine Warntafel auf dem LKW anzubringen. Die Kennzeichnung eines Gefahrguts macht andere Verkehrsteilnehmer von der besonderen Gefahr, die von Ihrem Transport ausgehen könnte, aufmerksam und mahnt zu besonderer Vorsicht. Die Warntafeln haben eine Größe von 30*40 cm und sind orange; sie müssen eine Viertelstunde Feuereinwirkung aushalten ohne ihre Lesbarkeit zu verlieren. Bei Gefahrgut, welches flüssig, gasförmig, staubförmig oder körnig ist, muss an jeder Seite des Tanks eine Tafel angebracht werden. Übrigens müssen auch an leeren Tanks Warntafeln angebracht werden, solange der LKW nicht gereinigt wurde.

Gefahrguttransporte genehmigen lassen

Ob explosive Stoffe oder sonstige gefährliche Stoffe: transportieren Sie einen Stoff, der als ADR-Gefahrgut klassifiziert ist, müssen Sie den Gefahrguttransport besonders gut planen. Das Gefahrengut kann nämlich insbesondere durch einen Unfall beim Transport eine Gefahr für Menschen und Umwelt werden. Das ADR-Gefahrgut muss unter Umständen sogar angemeldet werden. Die einzelnen Städte und Landkreise haben dafür jeweils eigene Regeln entworfen; am besten fragen Sie vor dem Transport von gefährlichen Gütern dort nach. Allen Bestimmungen hierzu ist jedoch gleich, dass sie auf der Gefahrgutverordnung Straße, Eisenbahn und Binnenschiffahrt (GGVSEB) sowie ADR beruhen. Achten Sie darauf, die sogenannte „Gefahrgutverordnung Straße“ zu konsultieren, da für Schifffahrt oder Eisenbahn eigene Verordnungen existieren. Für den Fall, dass eine „Einzelfahrwegsbestimmung“, also eine besondere Genehmigung notwendig ist, müssen Sie bei der zuständigen Behörde einen Antrag auf die Erlaubnis einreichen. Diese Erlaubnis zur Beförderung gefährlicher Stoffe kostet jedoch Geld, in Köln beispielsweise 60 Euro.

Die Beförderung gefährlicher Stoffe muss sehr behutsam durchgeführt werden, denn ein Unfall kommt einer Katastrophe gleich. Die LKW-Fahrer, die die Verantwortung für diese Beförderung übernehmen, sollten die ADR-Anweisung nicht nur ausgedruckt parat haben, sondern bereits vor der Fahrt genau durchgelesen haben. Bei Fragen sollten Sie sich an den Gefahrgutbeauftragten in Ihrem Unternehmen wenden. 


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