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Bußgeldkatalog Deutschland 2017: Fahrverbot

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Ist es möglich, ein Fahrverbot zu umgehen?

Der Bußgeldkatalog sieht für verschiedene Delikte ein Fahrverbot vor, welches eine Dauer von bis zu drei Monaten umfassen kann. Während dieses Zeitraums muss ein Betroffener seinen Führerschein bei der Führerscheinzulassungsstelle abgeben. Er darf selbstverständlich während des Fahrverbots nicht Auto fahren: Der Tatbestand „Fahren trotz Fahrverbot“ kann als Straftat eingestuft werden – das Vergehen gilt als „Fahren ohne Fahrerlaubnis (nicht zu verwechseln mit dem Delikt "Fahren ohne Führerschein, welches nur ein moderates Bußgeld nach sich zieht) und kann eine hohe Geldstrafe oder sogar eine Freiheitsstrafe bedeuten.

Ein Monat Fahrverbot fällt beispielsweise für diese Vergehen im Straßenverkehr an, die eine gravierende Missachtung der StVO erkennen lassen:

Drei Monate Fahrverbot erhalten Autofahrer, die z.B. wiederholt eine Trunkenheitsfahrt begangen haben, oder sich der sogenannten „Nötigung“ im Straßenverkehr schuldig machten.

Bei einem Fahrverbot muss der Führerschein abgegeben werdenGrundsätzlich lässt sich feststellen, dass viele Vergehen, die laut Bußgeldkatalog zwei oder drei Punkte nach sich ziehen, ein Fahrverbot zur Folge hat. Beachten Sie, dass zusätzlich auch Bußgelder als Sanktion anfallen können. Benötigen Sie weitere Informationen zur Höhe der Bußgelder, benutzen Sie gerne unseren Bußgeldrechner, der Ihnen übersichtlich anzeigt, welche Sanktionen bei der jeweiligen Verkehrsordnungswidrigkeit laut aktueller Bußgeldtabelle anfallen.

Das Fahrverbot umgehen oder das Fahrverbot umwandeln

Manch ein Autofahrer hat sicher kein Problem damit, einmal einen Monat auf sein Auto zu verzichten. Doch wer beispielsweise aus beruflichen Gründen auf seinen Führerschein angewiesen ist, kommt mit einem Fahrverbot vielleicht nicht so gut zurecht und möchte das Fahrverbot abwenden. Es gibt einige wenige Möglichkeiten, Fahrverbote zu umgehen – oder zumindest auf angenehmere Weise mit ihnen umzugehen.

Das Fahrverbot verschieben ist meistens möglich

Zunächst können die Verkehrssünder oft selbst den Zeitpunkt ihres Fahrverbots bestimmen. Möglicherweise lässt sich das Fahrverbot in den Urlaub legen, in dem man leichter auf die Fahrerlaubnis verzichten kann.

Übrigens: Ein Fahrverbot, das in Deutschland verhängt wurde, geht mit dem Einzug des Führerscheins für den entsprechenden Zeitraum einher - das bedeutet, dass der Betroffene auch in anderen Ländern nicht Auto fahren darf, selbst wenn das Fahrverbot hier streng genommen nicht gilt. Betroffene könnten bei einer Verkehrskontrolle ja keinen Fahrausweis vorzeigen. Das Fahrverbot verschieben ist in der Regel ohne großen bürokratischen Aufwand möglich; es genügt, bei der entsprechenden Behörde nachzufragen, und die Termine abzusprechen.

Auch das Fahrverbot zu verschieben ist jedoch an die Vorschriften aus dem Verkehrsrecht gebunden. So kann die Entziehung der Fahrerlaubnis nur einen begrenzten Zeitraum aufgeschoben werden, in der Regel drei Monate nachdem die zugrunde liegende Tat rechtskräftig wurde. Spätestens dann müssen Sie das Fahrverbot antreten. Ob der Aufschub des Fahrverbots möglich ist, ist auch von der Art des zugrundeliegenden Vergehens abhängig.

Das Fahrverbot aufteilen

Ein Fahrverbot bei Alkohol kann man oft nicht umgehenGerade wenn ein längeres Fahrverbot angefallen ist, ist die Vorstellung, dieses in mehreren Etappen abzureißen, verführerisch. Hier lassen die Behörden jedoch nur begrenzt mit sich reden; Autofahrer sollten davon ausgehen, dass sie ihr Fahrverbot „in einem Rutsch“ absolvieren müssen.

Geldstrafe statt Fahrverbot? Das Fahrverbot in ein Bußgeld umwandeln

Das Fahrverbot verschieben ist eine Maßnahme, die erst dann in Betracht gezogen wird, wenn die Entscheidung zum Fahrverbot in Rechtskraft getreten ist. Wer sofort beim Erhalt vom Bußgeldbescheid einen erfahrenen Rechtsanwalt konsultieren kann – z.B. weil ohnehin eine Rechtsschutzversicherung vorliegt – der sollte dies in Anspruch nehmen und sich professionell beraten lassen. So kann man die Möglichkeiten ausloten, das Fahrverbot zu umgehen,  beispielsweise indem das Fahrverbot im Zuge des Bußgeldverfahrens in eine Geldstrafe umgewandelt wird.

Fahrverbote im Bußgeldverfahren anfechten

In diesem Fall zahlt man zwar eine hohe Geldstrafe, muss seine Fahrerlaubnis jedoch nicht abgeben. Ob es zulässig ist, das Fahrverbot umzuwandeln, entscheidet allein das Gericht, nachdem es die Gutachten ausgewertet und die Zeugen gehört hat. Es ist also ein Irrglaube, man könnte sich von einem Fahrverbot freikaufen -  das Gericht gewährt nicht dem den Zuschlag, der das meiste Geld einzahlt, sondern wessen Gründe am überzeugendsten sind.

Ist z.B. durch das Fahrverbot der Arbeitsplatz in Gefahr, könnte es sinnvoll sein, das Fahrverbot umzuwandeln. Damit dies geschehen kann, müssen Sie nach dem Erhalt vom Bußgeldbescheid zeitnah Einspruch einlegen. Bei einem Fahrverbot, das Delikten wie einer Trunkenheitsfahrt zugrunde liegt, aber auch bei Wiederholungstaten und einem bereits belastetem Punktekonto, verringert sich die Chance auf die Umwandlung des Fahrverbots in eine Geldstrafe.

Berufskraftfahrer können das Fahrverbot unter Umständen auf den privaten Bereich beschränken lassen. Auch dieses Vorgehen kann nur in Abstimmung mit der zuständigen Behörde vereinbart werden.

Fahrverbot in Punkte umwandeln?

Grundsätzlich kann ein Fahrverbot nur in eine Geldstrafe umgewandelt werden. Die Punkte, deren Höhe die Bußgeldstelle dem aktuellen Bußgeldkatalog entnimmt, sind bereits verbindlich festgelegt und können vor Gericht nicht mehr geändert werden.

Fahrverbot bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung: Auf eine Wiederholungstat folgt oft ein Fahrverbot

Das Fahrverbot umgehenNotorische Verkehrssünder erhalten besonders harte Strafen, wenn sie bei einer Verkehrsordnungswidrigkeit erwischt werden. Es gilt: Wer zweimal innerhalb eines Jahres eine Geschwindigkeitsüberschreitung von ab 26 km/h begeht, muss einen Monat Fahrverbot in Kauf nehmen – die Behörde ordnet dies an, wenn eine „beharrliche Pflichtverletzung“ vorliegt.

Übrigens kann die Bußgeldstelle auch die in der Bußgeldtabelle angegebenen Bußgelder erhöhen, wenn sie vorsätzliches Verhalten bei der Begehung der Ordnungswidrigkeit vermutet.

Epilepsie: Fahrverbot kann medizinische Gründe haben

Ein epileptischer Anfall tritt völlig unvorhergesehen auf. Aus diesem Grund können die Betroffenen eine Gefahr für den Straßenverkehr darstellen. Der Gesetzgeber hat für Epileptiker folgende Vorschrift aufgestellt: Wer einen PKW bis 3, 5 t fährt, erhält ein ärztliches Fahrverbot von sechs Monaten, wenn es zu einem epileptischen Anfall kommt. Gibt es Anzeichen für erhöhtes Wiederholungsrisiko, gilt ein ärztliches Fahrverbot von einem Jahr. Für LKW gelten laut dem Verkehrsrecht andere Vorschriften. Epileptiker sollten sich zu einer fachlichen Beratung an ihren Arzt wenden. Es gibt noch weitere Krankheiten, bei denen ein ärztliches Fahrverbot die Folge ist. Ein Fahrverbot nach einem Schlaganfall beispielsweise soll nicht nur den Patienten, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer vor Unfällen schützen.

Fahrerflucht und Fahrverbot

Fahrerflucht ist eine Straftat; wer sich nach einem Unfall vom Unfallort entfernt, ohne dem Geschädigten die notwendigen Angaben zu machen, muss im Extremfall mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe rechnen! Vielen Autofahrern ist nicht bewusst, dass bei einer Fahrerflucht auch ein Fahrverbot als Strafmaßnahme drohen kann. Auch eine Sperre für die Erteilung einer Fahrerlaubnis kann das Gericht verordnen.

Ab wie vielen Punkten gibt es ein dauerhaftes Fahrverbot?

Da einem Verkehrsteilnehmer, der auf seinem Flensburger Punktekonto acht Punkte gesammelt hat, der Führerschein entzogen wird, besteht ab dieser Punkteanzahl ein dauerhaftes Fahrverbot. Für Fahranfänger in der Probezeit sind ebenfalls nur wenige Verstöße notwendig, bevor sie mit einer dauerhaften Entziehung der Fahrerlaubnis rechnen müssen.


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