Straßennutzung: Auf dem Fahrrad ist die StVO zu beachten
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Unterwegs mit dem Fahrrad: Die StVO ist wichtig für die Sicherheit

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Auf dem Fahrrad: Regeln im Straßenverkehr gelten auch hier

Dass Verkehrsregeln auch für Radfahrer wichtig sind, dürfte jedem bekannt sein. Die Straßenverkehrsordnung ist fürs Fahrrad ebenso gültig wie für alle anderen Verkehrsteilnehmer. Halten sich Radfahrer nicht an die gesetzlichen Vorgaben, kann dies schwere Konsequenzen haben und im schlimmsten Fall zu Unfällen führen.

Die Straßenverkehrsordnung (StVO) legt genau fest, wie sich jeder Verkehrsteilnehmer zu verhalten hat. Die folgende Tabelle führt Sanktionen auf, mit denen zu rechnen ist, wenn die Verkehrsregeln auf dem Fahrrad nicht beachtet werden.



Verstoß Sanktion
ausgewiesenen Radweg nicht benutzt 20 Euro
... andere dadurch behindert 25 Euro
... andere dadurch gefährdet 30 Euro
... dadurch Unfall oder Sachbeschädigung verursacht 35 Euro
ausgewiesenen Radweg in falscher Richtung genutzt 30 Euro
... andere dadurch gefährdet 30 Euro
... dadurch Unfall oder Sachbeschädigung verursacht 35 Euro
... andere dadurch gefährdet 30 Euro
Missachtung des Rechtsfahrgebots 15 Euro
... andere dadurch behindert 20 Euro
... andere dadurch gefährdet 25 Euro
... dadurch Unfall oder Sachbeschädigung verursacht 30 Euro
unerlaubt auf dem Gehweg/in der Fußgängerzone gefahren 15 Euro
... andere dadurch behindert 20 Euro
... andere dadurch gefährdet 25 Euro
... dadurch Unfall oder Sachbeschädigung verursacht 30 Euro
andere durch Nebeneinanderfahren behindert 20 Euro
... andere dadurch gefährdet 25 Euro
... dadurch Unfall oder Sachbeschädigung verursacht 30 Euro
Zeichen 267 missachtet (Einfahrt verboten) 20 Euro
... andere dadurch behindert 25 Euro
... andere dadurch gefährdet 30 Euro
... dadurch Unfall oder Sachbeschädigung verursacht 35 Euro
freihändiges Fahren 5 Euro

Verkehrsregeln für Radfahrer

Auch auf dem Fahrrad gilt die StVO.

Manch einer denkt, dass auf dem Fahrrad die StVO weniger wichtig ist als zum Beispiel beim Autofahren. Daher sind im alltäglichen Straßenverkehr immer wieder Radfahrer zu beobachten, die rote Ampeln missachten, Verkehrszeichen so auslegen, dass sie nur für Autos gelten oder den Gehweg benutzen obwohl ein Radweg vorhanden ist.

Doch was gilt auf dem Fahrrad laut StVO? Wo dürfen Radfahrer überhaupt fahren und sind sie verpflichtet, einen Radweg zu benutzen? Durch mehrere Änderungen in den letzten Jahren herrschen oft Unklarheiten.

Grundsätzlich dienen Verkehrsregeln der Sicherheit und gewährleisten, dass alle Verkehrsteilnehmer unbeschadet an ihrem Ziel ankommen. So ist es selbstverständlich, dass diese Vorgaben und Regeln auch für Radfahrer gelten.

Mit dem Fahrrad nach StVO auf der Straße zu fahren, ist dann vorgeschrieben, wenn keine als Radweg offiziell ausgewiesene Spur vorhanden ist. Ein Radweg ist dann angeordnet, wenn er durch ein blaues Radwegschild gekennzeichnet ist. Dabei handelt es sich um die Verkehrszeichen "Für Fahrrad und Fußgänger getrennt" (241), "Nur für Radfahrer" (237) und "Für Fußgänger und Fahrrad gemeinsam" (240).

Sind diese Verkehrsschilder fürs Fahrrad vorhanden und ist zudem der Radweg durch eine durchgezogene weiße Linie oder andere bauliche Maßnahmen von der Straße oder dem Gehweg abgetrennt, besteht für Radfahrer die Pflicht diesen zu benutzen, wenn es denn möglich ist.

Das Verkehrsschild mit Fahrrad und Fußgänger in der Abbildung erlaubt eine geteilte Nutzung des Weges.

Sind Radwege oder sogenannte Fahrradschutzspuren nicht durch ein Verkehrsschild fürs Fahrrad oder nur durch ein Piktogramm gekennzeichnet, besteht diese Pflicht nicht.

Diese Radwege und Spuren befinden sicher immer rechts der Fahrbahn und dürfen nur in die jeweilige Fahrrichtung benutzt werden. Es ist auf dem Fahrrad, laut StVO, verboten Radwege links der Fahrbahn in die entgegengesetzte Fahrtrichtung zu benutzen. Ein Verstoß gegen dieses Rechtsfahrgebot wird mit einem Bußgeld von 15 Euro geahndet. Mit dem Fahrrad auf einem Radweg in beider Richtung unterwegs sein, ist nur dann gestattet, wenn diese durch Verkehrszeichen erlaubt wurde.

Mit dem Fahrrad auf der Straße - das ist hier wichtig

Mit Fahrrad auf der Straße gefahren werden muss, wenn kein Radweg ausgeschildert ist. Auch hier gelten das Rechtsfahrgebot sowie alle anderen allgemeinen Verkehrsregeln. Eine Straße in die falsche Richtung zu befahren, ist ein Verkehrsverstoß und wird geahndet. Nutzen Verkehrsteilnehmer das Fahrrad, muss die StVO immer beachtet werden.

Allgemein wird empfohlen, dass Radfahrer auf der Straße fahren, da sie dort von Autofahrern besser wahrgenommen werden. Räder, die zu breit für einen Radweg sind, dürfen immer auf der Straße fahren. Auch wenn ein Radweg versperrt ist oder die baulichen Gegebenheiten eine Nutzung verhindern, dürfen Radfahrer auf die Straße ausweichen.

Ein Fahrrad auf dem Gehweg zu fahren, ist in der Regel nicht gestattet. Allerdings gibt es auch hier Ausnahmen. Kinder müssen das Fahrrad auf dem Gehweg nutzen, wenn sie das achte Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Kinder zwischen acht und zehn können zwischen der Straße und dem Gehweg wählen.

Zudem ist nun auch Eltern das Fahrradfahren auf dem Gehweg erlaubt, wenn sie ihre Kinder begleiten.

Das Fahrrad darf laut StVO auch dann auf dem Gehweg gefahren werden, wenn diese sowohl für Fußgänger als auch für Radfahrer durch das Verkehrszeichen 240 freigegeben ist. Gleiches gilt für die Nutzung von Busspuren, dies ist nur mit entsprechender Kennzeichnung erlaubt. Ist das Radfahren auf dem Gehweg gestattet, hat dies unter gegenseitiger Rücksichtnahme zu erfolgen.

Weitere Verkehrsregeln für Fahrradfahrer

Mit dem Fahrrad auf der Straße zu fahren, ist gesetzlich vorgeschrieben.

Seit Januar 2017 gelten für Radfahrer etwas veränderte Regeln in Bezug auf Ampeln. Für das Fahrrad gelten laut StVO jetzt grundsätzlich die Lichtzeichen für den Autoverkehr sofern keine eigene Fahrradampel vorhanden ist.

Fußgängerampeln gelten nur noch dann, wenn sie ein Fahrradsymbol aufweisen.

Verhalten sich Radfahrer nicht entsprechend der geltenden Verkehrsregeln, drohen Ihnen Sanktionen, die mitunter auch die Beschlagnahmung des Fahrrads beinhalten.

Neben der richtigen Straßenbenutzung mit einem Fahrrad gemäß der StVO, ist auch der korrekte Umgang mit dem Gefährt wichtig. So wird freihändig Fahrrad zu fahren ebenso geahndet, wie das zu laute Musikhören oder die Handynutzung auf dem Fahrrad.


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