Bußgeldkatalog Deutschland und Bußgeldkatalog Ausland
Bußgeldkatalog

Bussgeldkataloge.eu - Bußgeldkatalog Deutschland und Ausland

Bußgeldkataloge im europäischen Ausland: was ist zu beachten?

In Deutschland herrscht eine Rechtsverordnung auf den Straßen, die Straßenverkehrs-Ordnung (StVO). Leitgedanke dieser ist das gegenseitige Rücksichtsnahmegebot (§ 1 der StVO). Weitere wichtige Regeln sind außerdem die Straßenbenutzung selbst (§ 2 StVO), die Geschwindigkeitsbegrenzung (§ 3 StVO), der Abstand (§ 4 StVO), das überholen (§ 5 StVO), die Vorfahrt (§ 8 StVO), das Abbiegen (§ 9), das Halten und Parken(§ 12 StVO) und die Beleuchtung (§ 17). Im Jahr 2014 gab es eine Bußgeldreform, die Vergehen im Verkehr unter teilweise andere Strafen stellt.

Bußgeldkatalog Deutschland
Bußgeldkatalog Dänemark
Bußgeldkatalog Frankreich
Bußgeldkatalog Italien
Bußgeldkatalog Österreich
Bußgeldkatalog Portugal
Bußgeldkatalog Spanien
Bußgeldkatalog Tschechien

Die Vielfalt an Regelungen der StVO führt dazu, dass sich viele Autofahrer unsicher im Verkehrsrecht führen, vor allem nach der Reform 2014. Einen Bußgeldbescheid will niemand riskieren, aber für den einzelnen ist oftmals schwer nachzuvollziehen, welche Vergehen überhaupt Bußgelder nach sich ziehen. Es stellen sich zahlreiche Fragen zu aktuellen Bestimmungen zum Verkehrsrecht. Informieren Sie sich deswegen auf bussgeldkataloge.eu über den Bußgeldkatalog, der 2014 aktualisiert wurde, und erfahren Sie auch, wie viele Punkte Sie für welches Vergehen in Flensburg erhalten oder im schlimmsten Fall sogar ein Fahrverbot auferlegt bekommen. Die Verordnungen bestrafen Vergehen besonders hart, die zu einer Gefährdung der Verkehrssicherheit führen. Das bedeutet, falsch parken wird besonders hart bestraft, wenn es den Verkehr gefährdet; stellt es nur eine kleinere Ordnungswidrigkeit dar, sind die Strafen vergleichsweise niedrig.

Doch selbst wenn sie im Alltag die wesentlichen Gesetze in der deutschen StVO kennen - Sie müssen sich im Ausland an andere Bußgeldkataloge und Verkehrsvorschriften halten. Zur Reisevorbereitung gehört daher immer ein Blick auf die aktuellen Bestimmungen des Ziellands. Auf bussgeldkataloge.eu können Sie sich über den Bußgeldkatalog Italien, den Bußgeldkatalog österreich und den Bußgeldkatalog Spanien informieren. Außerdem geben wir Ihnen Hinweise, wie Sie mit den ausländischen Bußgeldbescheiden umgehen sollten.

Bußgeldkatalog Italien

Verschiedene Flaggen

Der Bußgeldkatalog Italien unterscheidet sich gravierend von dem, was der deutsche Autofahrer gewöhnt ist. Statt wie hierzulande acht Punkten darf man dort 20 Punkte ansammeln, bevor der Führerschein entzogen wird. Natürlich sind dann aber auch allerhand Delikte mit einer viel höheren Punkt-Anzahl belegt! Das überfahren einer roten Ampel beispielsweise wird mit sechs Punkten sanktioniert! In Deutschland erhält man dafür, so sagt es der aktuelle Bußgeldkatalog, nur einen einzelnen Punkt. Dafür braucht man hierzulande auch nur acht Punkte, um den Führerschein zu verlieren. Hat man in Italien innerhalb von einem Jahr 20 Punkte angesammelt, so droht ein zweijähriges Fahrverbot. Lässt man sich zwei Jahre Zeit, um jene 20 Punkte zu erreichen, ist das Fahrverbot zwar kürzer (ein Jahr), aber trotzdem ärgerlich. Immerhin: Punkte, die Sie in Italien gesammelt haben, werden nicht auf Ihr deutsches Punktekonto angerechnet. Einen Strafzettel aus Italien können Sie aber nach dem Urlaub trotzdem im Briefkasten haben, und die Strafen sind sehr hoch: bei Überschreiten der Geschwindigkeitsbegrenzungen drohen empfindliche Strafen von über 3000 Euro!

Auch ein Handy am Steuer kann teuer werden: bis hin zu 299 Euro klettern hier die Bußgelder. Verfügt Ihr Fahrzeug nicht über korrekte Beleuchtung, wird man Sie ebenfalls belangen: dafür gibt es einen Punkt – auf dem italienischen Punktekonto versteht sich – als auch Strafen von bis zu 115 Euro. Allen italienischen Bußgeldern gemeinsam: sie verjähren erst nach fünf Jahren - das bedeutet: machen Sie in den nächsten Jahren wieder einmal Urlaub in Italien, hatten in der Zwischenzeit die Bußgeldbescheide geflissentlich ignoriert, und geraten erneut in eine Kontrolle, werden die Beamten von dem unbezahlten Bußgeld wissen – und es einfordern!

Bußgelder im Tausenderbereich

Eine vielbefahrene Straße

Alkohol am Steuer wird auch in Italien streng geahndet. Bis zu einer Toleranzschwelle von 0,5 Promille erhalten Sie zwar weder Punkte, noch müssen Sie mit einem Bußgeldbescheid rechnen. Sobald sie jedoch mehr Promille Alkohol im Blut haben, wird es nicht nur sehr teuer – sie erhalten ein Fahrverbot von mindestens drei Monaten, das aber – je volltrunkener Sie am Steuer saßen – bis hin zu zwei Jahren steigen kann. Auch die Geldstrafen steigen schnell in den Tausenderbereich. Der Bußgeldbescheid wird in Italien generell an den Fahrzeughalter gesendet, selbst wenn er nicht der Fahrer war. Gerade weil die Geldstrafen so empfindlich hoch sind, sollten Sie sich vor der Fahrt über die jeweiligen Bußgeldtabellen des Ziellands informieren. Informativ sind auch Bußgeldrechner, mit denen sie das Bußgeld für verschiedene Delikte ermitteln und vergleichen können.

Bußgelder aus Österreich

In unserem Nachbarland österreich wird zwar deutsch gesprochen, das Verkehrsrecht und gerade die Sanktionsmaßnahmen gegen sündige Autofahrer könnten unterschiedlicher kaum sein. Die Bußgeldtabelle sieht hier auch teilweise sehr hohe Geldstrafen vor, die auch Nicht- Österreicher bezahlen müssen. In Österreich gibt es erst seit 2005 ein Punkte-System, das Vergehen im Straßenverkehr mit sanktioniert; man nennt es das „Vormerksystem“. Gewisse Verkehrsverstöße führen zu einer „Vormerkung“, bei Delikten von „besonderer Rücksichtslosigkeit“ (laut dem österreichischen Verkehrsministerium) kann der Führerschein in Österreich aber auch sofort weg sein.

Ein zeitweiliges Fahrverbot droht in Österreich z.B. bei diesen „Führerscheinentzug- Delikten“ sofort. Dieses ist aber nur bedingt mit dem deutschen Führerschein-Entzug vergleichbar und entspricht eher einem Fahrverbot, das auch im deutschen Bußgeldkatalog bei einem entsprechenden Verstoß gegen das Verkehrsrecht vermerkt ist.

Das sofortige Fahrverbot kann Sie auch als Ausländer treffen! Dies gilt jedoch nur für österreichische Straßen. In Deutschland können Sie mit einem ausländischen Fahrverbot weiter Auto fahren und Punkte auf Ihrem Flensburger Konto werden Ihnen auch nicht vermerkt. Dies gilt allgemein für Punkte und Vormerkungen, die Sie im Ausland erhalten würden: die Verkehrssünderkartei in Flensburg wird nicht mit Punkten belastet, die Sie im Ausland erhalten haben. Die Sanktionsmaßnahmen unterscheiden sich so gravierend, dass dies sehr ungerecht wäre.

Begehen Sie allerdings Straftaten, sind Sie vor einem Haftbefehl natürlich nicht geschützt, selbst wenn das Vergehen nicht in Deutschland passiert ist. Betrunken Auto fahren beispielsweise ist weitaus mehr als eine harmlose Ordnungswidrigkeit; Sie können gegebenenfalls dafür strafrechtlich verfolgt werden.Schließlich findet hierbei eine gravierende Gefährdung der Verkehrssicherheit statt.

Vormerkungen, Geldstrafen, Fahrverbot

Fahrzeugpapiere und Plakette mit Europa-Kennzeichen

Aber auch in Österreich werden die sogenannten „Vormerkungen“ in einem zentralen Register vermerkt. Diese führen nicht sofort zu Fahrverbot, aber summieren sich die Delikte, wird es doch verhängt. Die erste Vormerkung bleibt dabei sanktionslos: Sie erhalten beispielsweise eine Vormerkung, wenn Ihr mitfahrendes Kind nicht korrekt gesichert ist. Eine Strafe von bis zu 5000 Euro kann bei diesem Vergehen ebenfalls fällig werden. Kommt aber innerhalb von zwei Jahren noch eine zweite Vormerkung hinzu, müssen Sie Trainings zu sicherem Fahren absolvieren. Hat das nichts gebracht und es kommt innerhalb der zwei Jahre sogar noch zu einem dritten Verstoß, der eine Vormerkung nach sich zieht, dürfen Sie mindestens drei Monate nicht mehr Auto fahren. Zumindest nicht in Österreich: das Flensburger Punktekonto wird nicht belastet. Und jede Vormerkung wird nach einer Frist von zwei Jahren aus dem Register getilgt.

Alkohol am Steuer: Strafen bis zu 5900 Euro

Unter dem Einfluss von Alkohol und Drogen ein Kfz zu fahren wird in österreich besonders hart bestraft, denn das Verkehrsministerium Österreichs zählt „Das Lenken eines Kraftfahrzeuges unter Einfluss von Alkohol oder Drogen oder gar einer Kombination. (…) zu den schwerwiegendsten Verkehrsübertretungen.“Ab der Toleranzgrenze von 0,5 Promille erhalten Sie eine –zunächst folgenlose - „Vormerkung“; ab 0,8 Promille wird ein Fahrverbot über einen Monat über Sie verhängt. Zusätzlich fallen sehr hohe Geldstrafen an! Zwischen 1600 und 5900 Euro wird man von Ihnen fordern, wenn Sie mit mehr als 1,6 Promille ein Fahrzeug fuhren. schließlich ist dies eine massive Gefährdung des Verkehrs.

Ein Bußgeldrechner führt Ihnen die finanzielle Belastung bei Delikten im Straßenverkehr anschaulich vor Augen. Der Strafrahmen für Alkohol am Steuer ist in Österreich groß: zwischen 300 bis 3700 Euro müssen Sie laut Bußgeldkatalog (in Österreich heißt er „Strafenkatalog“) bezahlen, wenn Sie mit 0,5 bis 0,79 Promille am Steuer erwischt wurden. Die Strafen sind hier nicht einheitlich, sondern unterscheiden sich durchaus um 50 % voneinander, je nachdem in welchem Behördensprengel die Bußgelder erarbeitet wurden.Haben Sie z.B. eine Stopptafel missachtet und somit jemandem die Vorfahrt genommen, bekommen Sie neben der Vormerkung auch eine Geldstrafe von 72 bis 2180 Euro.

Bußgeldkatalog Spanien

Der Kofferraum des Autos ist vollbepackt

Ein weiteres beliebtes Urlaubsland hat wiederum einen gänzlich anderen Bußgeldkatalog: Spanien. Die Strafen für z.B. falsches Parken, Geschwindigkeitsüberschreitungen, die Sanktionen bei Alkohol am Steuer oder Telefonieren hinter dem Lenkrad unterscheiden sich von den Bußgeldkatalogen anderer Länder – auch hier sollten Sie sich vor Ihrer Reise kundig machen. Führen Sie keine Warnweste mit sich, werden 91 Euro fällig. Beachten Sie: Die Weste muss die Euronorm EN 471 haben – eine derartige Weste ist auch auf deutschen Straßen und Autobahnen mitzuführen. In Deutschland werden Sie nicht belangt, wenn Sie vergessen haben die Weste anzulegen, in Spanien müssen Sie mit Strafen ab 90 Euro rechnen. Die Strafen für Alkohol am Steuer beginnen in Spanien bei 500 Euro. Die Toleranzgrenze hierbei: 0,5 Promille, was sich von der deutschen Regelung nicht unterscheidet. Für Fahranfänger in der Probezeit gilt natürlich ein striktes Alkoholverbot – auch in Spanien sollten Sie das nicht nur Ihrer eigenen Sicherheit zuliebe einhalten, denn eine solche Grenze für Fahranfänger gibt es auch in Spanien (hier bei 0,3 Promille). Haben Sie Ihre Fahrerlaubnis erst seit kurzer Zeit, dann seien Sie besonders vorsichtig!

Vierjährige Verjährungsfrist

Bußgelder verjähren in Spanien erst nach einer Frist von vier Jahren! Sollten Sie also nicht bereits kurz nach dem Delikt einen entsprechenden Bußgeldbescheid erhalten haben, kann auch Jahre später bei einer erneuten Kontrolle in Spanien die Gebühr eingefordert werden. Und dann entfällt auch der Rabatt von 50 % für die Bezahlung des Bußgelds innerhalb von 20 Tagen ab der Zustellung: die Gebühr wird verdoppelt. Das ohnehin schon hohe Bußgeld von 600 Euro, das in Spanien bei dem Verstoß der Geschwindigkeitsüberschreitung von über 50 km/h fällig wird, übersteigt somit sogar die Tausend-Euro-Grenze.Sind Sie also geblitzt worden, zögern Sie nach Erhalt des Bußgeldbescheids die Begleichung der Gebühr lieber nicht heraus.

Bußgelder aus dem Ausland – zahlen oder nicht?

Ein Bußgeldbescheid ist teuer

Wenn Sie nach der Devise „die ausländischen Behörden haben kein Recht über mich zu bestimmen!“ handeln, dann könnte Ihnen das noch saftige zusätzliche Kosten einhandeln. Mancher Verstoß wird dann doppelt so teuer, weil die Rabatte für das Bußgeld verfallen.Wie sollten Sie also reagieren, wenn Sie trotz aller Vorsicht im Straßenverkehr einen Bußgeldbescheid aus Italien im Briefkasten finden? Auch wenn Sie beim Erhalt des Bußgeldbescheids schon längst wieder Badehose gegen Arbeitskleidung getauscht haben: zahlen müssen Sie. Sie riskieren sonst ein Inkassoverfahren in Deutschland! Verfahren gegen Sie werden, davon können Sie ausgehen, eröffnet, sobald die Summe des Bußgeldbescheids 70 Euro überschreitet (Ausnahme: In österreich sogar schon bei Beträgen von 25 Euro!) Allerdings wird Ihnen auch eine Bearbeitungsgebühr berechnet – selbst wenn Sie also nur eine Geldstrafe von 60 Euro in Spanien bezahlen müssen, kann durch Aufschlag dieser Bearbeitungsgebühr diese „Bagatellgrenze“ schon erreicht sein.

Da es seit 2011 eine europaweise Fahrzeughalter-Datenbank gibt, ist Name und Adresse des Fahrzeughalters für die entsprechenden Behörden leicht zu ermitteln: Die Behörden m¨ssen nur eine Anfrage stellen. Der ADAC empfiehlt daher, das Bußgeld unverzüglich zu bezahlen, selbst wenn diese weitaus höher sind als die Bußgelder in Deutschland.

Vor der Reise über ausländisches Verkehrsrecht informieren

Zögern oder weitere Verfahren gegen Sie abwarten könnte kontraproduktiv sein: Bei Bußgeldern, die in Italien anfielen, verdoppelt sich die geforderte Summe beispielsweise nach einer 60-tägigen Zahlungsfrist! Ist der Betrag nicht nach spätestens zwei Monaten überweisen, so wird beispielsweise aus einer Strafe von 400 Euro eine Strafe von 800 Euro. Auch bei einer späteren Italienreise kann die Strafsumme noch eingefordert werden, wenn Sie wieder in eine Verkehrskontrolle geraten. Wenn Sie mit Ihrem KFZ auf ausländischen Straßen unterwegs sind, gilt für sie die StVO des jeweiligen Landes. Sie sind als Ausländer nicht davon freigestellt, sich an hiesige Gesetze zu halten! Ein Fahrverbot, das Sie in Deutschland bekommen haben, gilt jedoch in anderen Ländern nicht – umgekehrt ist es genauso. Wenn Ihnen die Fahrerlaubnis für Italien entzogen wurde, gilt ihr Führerschein weiterhin für deutsche Straßen. Um bei Reisen nicht unerwünschte Souvenirs anzusammeln in Form von Fahrverbot in den betreffenden Ländern und hohen Geldstrafen – ist die StVO des jeweiligen Gastlands im Voraus zu studieren. Auf bussgeldkataloge.eu finden Sie viele Informationen, die vor Ihrer nächsten Fahrt ins Ausland nützlich sind, selbst wenn Sie nur auf der Autobahn das Land durchfahren. Auch Fragen zum Bußgeldkatalog Deutschland, der im Jahr 2014 einige Neuerungen erhielt beantworten wir Ihnen hier. Praktisch ist auch der Bußgeldrechner, mit dem Sie – hoffentlich nur fiktive! Geldstrafen ermitteln können.



Lohnt ein Einspruch gegen den Bußgeldbescheid?

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